TL;DR: In this paper, a qualitative and descriptive comparison of the epistemic logics of the value systems, the manner in which each system makes use of different scales, and the way in which decisions are made with each value system is presented.
Abstract: This article reviews and analyses how and why land-management practice draws on two contrasting value systems: economic and social. Land managers are at the crossroads of different value systems, which both overlap and contrast. The aim of this article is to provide an understanding of which aspects are crucial in each of the value systems, and to provide a basis for how and where the value systems can be connected and where they are contradictory. This is undertaken using an exploratory qualitative and descriptive comparison, which contrasts the epistemic logics of the value systems, the manner in which each system makes use of different scales, and the way in which decisions are made with each value system. Such an understanding is crucial to improve coherence in designing and predicting the future effects of land-management interventions. Currently, practitioners tend to design interventions based on single value systems, rather than on combining or integrating value systems. The discursive comparison provides the initial steps towards a more coherent understanding of the common ground and the missing links in value logics applied in land management. These results are relevant to provide better descriptions and predictions of the effects of land-use interventions and develop improved transdisciplinary models to predict changes and development in the utilization of land or property.
TL;DR: In this paper, an empirisches Modell zur Erklarung des subjektiven Uberkonsums von Wohnflache vorgestellt is presented, in which haushalts-, wohnobjekt- sowie wohnortspezifische Bestimmungsfaktoren als erklarende Variablen in die Analyse einbezogen.
Abstract: Der langjahrige Trend zum wachsenden Wohnflachenkonsum pro Kopf halt in der Schweiz an. Neben strukturellen Treibern ist auch der Uberkonsum von Wohnraum fur diese Entwicklung verantwortlich. Nach einer theoretischen Einfuhrung wird in diesem Beitrag in einem ersten Schritt ein empirisches Modell zur Erklarung des subjektiven Uberkonsums von Wohnflache vorgestellt. Dabei werden haushalts-, wohnobjekt- sowie wohnortspezifische Bestimmungsfaktoren als erklarende Variablen in die Analyse einbezogen. Die Stichprobe basiert auf dem Schweizer Haushaltspanel, welches direkte Informationen zum subjektiven Uberkonsum enthalt. Fast 10 Prozent der Schweizer Haushalte betrachten ihr Wohnobjekt als zu gros. Diese Haushalte unterscheiden sich signifikant in Bezug auf die Mehrzahl der betrachteten Bestimmungsfaktoren von jenen Haushalten, welche ihr Wohnobjekt als nicht zu gros ansehen. Neben anderen Bestimmungsfaktoren geht aus den Logit-Schatzungen hervor, dass der subjektive Uberkonsum insbesondere bei alteren Haushalten sowie bei Einpersonenhaushalten ausgepragt ist. In einem zweiten Schritt wird im Rahmen einer Fallstudie fur die Stadt Luzern ein Ansatz basierend auf bedingten Wahrscheinlichkeiten vorgeschlagen, um den subjektiven Uberkonsum auf Quartiersebene zu schatzen, wenn im Datensatz keine direkten Angaben dazu vorliegen. Aus den Analysen geht hervor, dass 6 Prozent der Luzerner Haushalte ihr Wohnobjekt als zu gros betrachten. Weiter weisen die einzelnen Quartiere in Bezug auf den Uberkonsum eine relativ hohe Heterogenitat auf. Allfallige wirksame Masnahmen zur Reduktion des subjektiven Uberkonsums mussen daher lokal verankert sein.
TL;DR: In this article, a survey of rund 2.900 people in six nordrhein-westfalischen Stadtregionen Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Munster, and Koln was conducted.
Abstract: Einzelhandel findet heute nicht nur in den Stadt- und Stadtteilzentren bzw. in den Einkaufszentren am Rande der Stadte statt, sondern zunehmend auch im Internet. Der Beitrag untersucht, welche Determinanten ausschlaggebend sind, im stationaren Einzelhandel bzw. im Online-Handel einzukaufen. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von rund 2.900 Personen in den sechs nordrhein-westfalischen Stadtregionen Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Munster und Koln. In Abhangigkeit der Entfernung zur jeweiligen Innenstadt wurde in insgesamt 26 Untersuchungsgebieten befragt. In allen sechs Stadtregionen zeigt sich, dass nicht die raumlichen, sondern ausgewahlte demographische und soziookonomische Faktoren das Einkaufsverhalten bestimmen. Das Geschlecht, das Alter und die Lebensstile spielen beim Online-Einkauf eine wesentliche Rolle, das Einkommen ist keine beeinflussende Grose.
TL;DR: In this article, the authors examined the spatial labor market behavior of full-time employees subject to social security contributions, taking into account individual, firm-specific and regional characteristics, and found that transregional mobility especially depends on individual characteristics such as age and qualifications.
Abstract: Regional disparities exist between states as well as within countries. In the Federal Republic of Germany, as a result of reunification, there are still considerable regional differences in terms of economic conditions. Local economic and structural circumstances affect individual employment opportunities and can be a motive for migration. Based on rational-economic approaches, the article examines the spatial labor market behavior of full-time employees subject to social security contributions, taking into account individual, firm-specific and regional characteristics. Workplace mobility is analyzed as a job move between the macro regions of North, South and East Germany. For this purpose, a linked employer-employee dataset (LIAB) from the “Institute for Employment Research” is used, supplemented by regional structural indicators (INKAR) at the level of the spatial planning regions. The analyses using binary logistic regression models show that transregional mobility especially depends on individual characteristics such as age and qualifications. Regarding regional features, it can be seen that the emigration tendency of younger employees increases with the local level of unemployment. Overall, the results do not indicate that there is a single-track brain drain from structurally weak regions. Nevertheless, these regions face a problem in age-specific migration patterns. The outflow of young workers weakens structurally poor areas directly and permanently.
TL;DR: In this article, a Monitoring of Stadtregion Wien is presented, in which bevolkerungs-and siedlungsentwicklung genau beobachten and einordnen zu konnen, diskutiert der vorliegende Beitrag eine Methodik fur ein Monitoring of Wien, das teilweise deutlich uber den Prognosewerten der 2000er-Jahre liegt.
Abstract: Wie vergleichbare Stadtregionen in Europa ist auch Wien von einem starken Bevolkerungswachstum gekennzeichnet, das teilweise deutlich uber den Prognosewerten der 2000er-Jahre liegt. Um die Bevolkerungs- und Siedlungsentwicklung genau beobachten und einordnen zu konnen, diskutiert der vorliegende Beitrag eine Methodik fur ein Monitoring der Stadtregion Wien. Diese stutzt sich auf die Analyse weniger, dafur aber zentraler und zeitnah verfugbarer Indikatoren: Bevolkerungsentwicklung, Geburten- und Wanderungsbilanz, Wanderungsstrome und Baulandreserven auf kleinraumiger Ebene. Die Ergebnisse des Monitorings zeigen, dass das starke Wachstum der Stadtregion fast ausschlieslich auf hohe Wanderungsgewinne aus dem restlichen Osterreich und dem Ausland zuruckzufuhren ist. Diese stiegen in den letzten Jahren deutlich an und konzentrierten sich vor allem auf die Kernstadt. Wahrend folglich eine zunehmende (Re‑)Urbanisierung zu beobachten ist, stagniert die Suburbanisierung auf einem hohen Niveau. In der Stadtregion laufen also weiterhin diverse Phasen der Stadtentwicklung parallel ab, wobei manche an Bedeutung gewinnen und manche verlieren. Zusatzlich ist ein sparsamer Umgang mit den Baulandreserven und eine hohere Bebauungsdichte in Zukunft notwendig, um ausreichend Wohnraum fur ein weiteres Bevolkerungswachstum in der Stadtregion zur Verfugung stellen zu konnen. Fur zukunftige Monitoring-Projekte sollten erstens zunehmend kleinraumige, registerbasierte Daten fur die Analyse von Stadtregionen eingesetzt werden. Zweitens konnen Szenarien zur zukunftigen Entwicklung der Stadtregion einen wesentlichen Beitrag zur Veranschaulichung der Resultate leisten. Und drittens sollten die Ergebnisse zunehmend in einen internationalen Kontext (sowohl planerisch als auch wissenschaftlich) eingebettet werden.
TL;DR: In this paper, the authors provide an overview of regional differences in entrepreneurial personality traits among the population in Germany and find that there are a number of highly significant regional differences but the strength of the effects is relatively small.
Abstract: Recent research has found clear indications of regional differences in the personality traits of the population. Such regional differences may significantly contribute to explaining regional development. We provide an overview of regional differences in entrepreneurial personality traits among the population in Germany. There are a number of highly significant regional differences but the strength of the effects is relatively small. The empirical evidence suggests that the regional differences found are due to selective migration and also to socialization.
TL;DR: In this paper, a regionale fallstudien with insgesamt 21 leitfadengestutzten Interviews with Experten und neu niedergelassenen Medizinern was durchgefuhrt, um ausschlaggebende Standortfaktoren herauszuarbeiten.
Abstract: Die Sicherung der hausarztlichen Versorgung in landlichen Raumen wird in Wissenschaft, Politik und Praxis viel diskutiert. Dabei sind die aktuellen Standortfaktoren fur die Niederlassung von Hausarzten nur unzureichend bekannt, da sich bisherige Studien auf berufliche Faktoren beschranken oder die Standortvorstellungen von Nachwuchsmedizinern und nicht die tatsachlichen Standortentscheidungen fur die Niederlassung untersuchen. Die Forschungsfrage dieses Beitrags lautet: Welche beruflichen und privaten Standortfaktoren beeinflussen Hausarzte bei ihren Niederlassungsentscheidungen in landlichen Raumen? Dazu werden zunachst zwei regionale Fallstudien mit insgesamt 21 leitfadengestutzten Interviews mit Experten und neu niedergelassenen Medizinern durchgefuhrt, um ausschlaggebende Standortfaktoren herauszuarbeiten. Darauf aufbauend werden die Bedeutung ausgewahlter Standortfaktoren fur die regional ungleichen Hausarztdichten und die Entwicklungen der Hausarztzahlen mithilfe multipler Regressionen bundesweit quantifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere berufliche Aspekte, wie okonomische Planbarkeit, enger Patientenkontakt, organisatorische Freiheiten, sowie biographische Bezuge in die Regionen entscheidende Kriterien fur die Standortwahl sind. Daruber hinaus hat die Familienfreundlichkeit des alltaglichen Umfelds groses Gewicht. Andere weiche Standortfaktoren, wie die Nahe zu einem hochwertigen Kultur- und Freizeitangebot, erweisen sich hingegen als eher unbedeutend. Schlieslich besteht ein Zusammenhang zwischen der stationaren und der ambulanten Versorgung. So waren viele Hausarzte bereits in einem Krankenhaus in der Region tatig und liesen sich dann aufgrund der besseren Arbeitsbedingungen und Vereinbarkeit mit der Familie hausarztlich nieder. Die Ergebnisse weisen auf einen Wandel der Standortfaktoren hin, wodurch sich weiterer Forschungsbedarf und konkrete Handlungsempfehlungen ergeben.
TL;DR: In this paper, the authors untersuchen anhand einer Fallstudie des Donauhochwassers im Jahr 2013, with der bayerischen Stadt Deggendorf als Fokus.
Abstract: Umweltkatastrophen, wie zum Beispiel Hochwasser, richten zunehmend Schaden in Stadten und Siedlungsgebieten in Deutschland an. Die Fahigkeit von Betroffenen, mit den Folgen einer Hochwasserkatastrophe umzugehen, wird durch ihre Verwundbarkeit beeintrachtigt. Die Verminderung der Verwundbarkeit, etwa durch die Bildung von sozialer oder struktureller Resilienz, kann dabei Abhilfe schaffen. Dies gilt insbesondere fur den Wiederaufbau, dem eine Verbesserung – und nicht nur die Rekonstruktion des Status quo – zugeschrieben wird. Aber welche Rolle spielt die Verwundbarkeit fur Wiederaufbauprojekte, und was fur eine Art von Wiederaufbau kann durch eine gute raumliche Planung in der Folge erzielt werden? Wir untersuchen diese Fragen anhand einer Fallstudie des Donauhochwassers im Jahr 2013, mit der bayerischen Stadt Deggendorf als Fokus. Eine Datenerhebung wurde mittels eines Fragebogens, einer raumlichen Analyse und qualitativer Interviews von 2013 bis 2018 durchgefuhrt. Anhand der Ergebnisse lassen sich bestimmte soziale Verwundbarkeiten identifizieren, die den individuellen Zugang zu Ressourcen im Wiederaufbau und den langfristigen Umgang der Betroffenen mit den Risikofolgen stark beeinflussen. Es erscheint sinnvoll, dies in zukunftigen Planungen starker zu berucksichtigen. Der Artikel ist ein Beitrag zur Diskussion uber die gesellschaftlichen Ursachen sozialer Verwundbarkeit und richtet sich an Verantwortliche in der Planung und im Katastrophenmanagement, aber auch an die zunehmend betroffene Offentlichkeit.
TL;DR: In this article, a planerisch wirklich reduziert werden, kommt neben der Bauvorsorge am Objekt nur der proaktive oder re-or re-ruckzug von Siedlungen and Infrastrukturen aus den gefahrdeten Gebieten in Betracht.
Abstract: Gegenwartig besteht der Beitrag der Raumplanung zum Hochwasserrisikomanagement primar darin, uberschwemmungsgefahrdete Gebiete von Bebauung frei zu halten. Damit ist jedoch keine Risikoreduzierung verbunden, da die wesentlichen Schadenspotenziale die bereits bebauten Gebiete ausmachen. Sollen Risiken also planerisch wirklich reduziert werden, kommt neben der Bauvorsorge am Objekt nur der proaktive oder reaktive Ruckzug von Siedlungen und Infrastrukturen aus den gefahrdeten Gebieten in Betracht. Diese Strategie wird im vorliegenden Beitrag untersucht, indem die Rolle der Raumplanung im Hochwasserrisikomanagement literaturgestutzt untersucht und uber eine Analyse der Regelungspraxis in der Raumordnung aller Flachenlander beleuchtet wird. Zudem werden die verschiedenen Moglichkeiten fur proaktiven und reaktiven Siedlungsruckzug erlautert, wobei auf deutsche und internationale Anwendungsfalle Bezug genommen wird. Zur Erprobung wurde die Option eines proaktiven Siedlungsruckzugs im Kontext des Stadtumbaus bzw. der Stadtebauforderung ausgewahlt. Dafur wurde ein Planspiel in Sachsen durchgefuhrt. Dieses hat die Machbarkeit von Siedlungsruckzug aufgezeigt, auch, dass eine koordinierte Strategie von Stadt- und Regionalplanung in Abstimmung mit der Stadtebauforderung und der Wasserwirtschaft erforderlich ist.
TL;DR: In this article, a bundesweiten Erhebung vorgestellt is described, in which the authors investigate the Bedeutung der Innenentwicklung fur eine nachhaltige flachensparende Siedlungsentwicktung wird von politischer Seite auf lokaler, nationaler and europaischer Ebene vertreten and is fachlich unumstritten.
Abstract: Die Bedeutung der Innenentwicklung fur eine nachhaltige flachensparende Siedlungsentwicklung wird von politischer Seite auf lokaler, nationaler und europaischer Ebene mit Nachdruck vertreten und ist fachlich unumstritten. Eine wesentliche Voraussetzung fur die Mobilisierung von Innenentwicklungspotenzialen ist eine fundierte Kenntnis der Flachenpotenziale innerhalb bestehender Siedlungsgebiete. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer bundesweiten Erhebung vorgestellt. Ziel der Erhebung war die Bereitstellung belastbarer Daten zu Umfang von und Umgang mit Innenentwicklungspotenzialen auf Brachen und Baulucken in Deutschlands Stadten und Gemeinden. Anders als in fruheren Studien wurden erstmals auch kleine Gemeinden und kleinteilige Potenziale, typischerweise Baulucken, einbezogen und hinsichtlich deren Relevanz im Rahmen einer flachensparenden Siedlungspolitik diskutiert. Im Ergebnis lasst sich eine belastbare Grosenordnung fur Innenentwicklungspotenziale auf Brachen und Baulucken von 15 m2 je Einwohner als Untergrenze hochrechnen. Die Ergebnisse zeigen auch, dass mehr als ein Viertel der Potenziale in Gemeinden unter 5.000 Einwohnern liegen. Zudem wird deutlich, dass mehr als die Halfte der Innenentwicklungspotenziale auf Baulucken entfallen. Damit ergibt sich die eindeutige Empfehlung, dass eine Politik nachhaltiger Siedlungsentwicklung starker als bisher die Nutzung kleinteiliger Innenentwicklungspotenziale fokussiert und insbesondere in kleineren Gemeinden, die haufig dazu tendieren, ihre Potenziale zu unterschatzen, das Bewusstsein fur die Bedeutung und die Potenziale der Innenentwicklung gescharft wird.
TL;DR: In this paper, a planerische Aufgabe besteht darin, aktuelle and zukunftige Erreichbarkeitssituationen kleinraumig im regionalen Kontext zu erfassen and Raume with Handlungsbedarf zu identifizieren.
Abstract: Die Sicherung von Erreichbarkeiten ist ein zentraler Aspekt der Daseinsvorsorge und stellt landliche Kommunen zunehmend vor grose Herausforderungen. Eine zentrale planerische Aufgabe besteht darin, aktuelle und zukunftige Erreichbarkeitssituationen kleinraumig im regionalen Kontext zu erfassen und Raume mit Handlungsbedarf zu identifizieren. Vor allem um die Auswirkungen veranderter Standorte und Verkehrsangebote auf die Erreichbarkeiten abzuschatzen, fehlen bislang geeignete Planungsinstrumente. Fur den Landkreis Calw wurde daher im Auftrag des Ministeriums fur landlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden-Wurttemberg ein solches Instrument erarbeitet. Neben der Operationalisierung einer regionalen Erreichbarkeitsanalyse wurde auf Basis lokaler Mobilitatsverhaltensdaten ein Index fur die praxisnahe Verwendung entwickelt, der die Erreichbarkeit zu unterschiedlichen Einrichtungen der Daseinsvorsorge zu einem Gesamtindikator zusammenfuhrt und visualisiert. Durch die modellierte Schliesung oder Hinzunahme von Einrichtungen bzw. der Veranderung der Reisezeiten konnen in Szenarien Kennzahlen zur Erreichbarkeit berechnet werden und dadurch als objektive Entscheidungsgrundlage dienen. Dies kann einen wichtigen Beitrag im Abwagungsprozess zur strategischen Daseinsvorsorge leisten. Insbesondere der Erreichbarkeitsindex, der in das hier vorgestellte modular aufgebaute Planungsinstrument zur Erreichbarkeitsmodellierung integriert ist, stellt einen neuen methodischen Ansatz in der Raum- und Standortplanung dar.
TL;DR: In this article, the authors analyse the relationship between demographischem Wandel and Klimawandel in Deutschland and find that the demographie is a projizierbarer Einflussfaktor auf klimawirkungen.
Abstract: Klimawandel und demographischer Wandel hangen miteinander zusammen, denn die Auswirkungen des Klimawandels resultieren nicht allein aus den klimatischen Veranderungen, sondern auch aus gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen und deren raumlicher Manifestation. Individuelle Dispositionen in einer ausdifferenzierten Bevolkerungsstruktur fuhren zu kleinraumig divergierenden Empfindlichkeiten gegenuber Klimaanderungen und klimatischen Extremereignissen. Zentral fur die Stadt- und Raumentwicklung werden damit die Fragen, wer gegenuber was, zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort sensitiv ist. Diese Fragen haben die Verwirklichung nachhaltiger Stadte und Siedlungen, ein gesundes Leben und Wohlbefinden sowie Gleichheit fur alle zum Ziel. Die Demographie ist neben der Politik, der Kultur, der Wirtschaft, der Bildung und der Religion ein fur diese Fragestellung zentraler, da projizierbarer Einflussfaktor auf Klimawirkungen. Ziel des Beitrags ist es, die Raummuster aus demographischem Wandel und Klimawandel fur Deutschland zu analysieren. Durch die integrierte Betrachtung von Klimasignalen und demographischen Indikatoren fur die Zeitraume Gegenwart und Zukunft zeigen sich fur Deutschland zentrale Raummuster: Stadtwachstum in warmeren Klimaraumtypen sowie Ruckbau und Leerstand im trockeneren Klima. In beiden Fallen findet eine starke Veranderung des Bevolkerungsvolumens und/oder der Bevolkerungsstruktur statt, bei gleichzeitig zunehmenden klimatischen Belastungen. Dies erhoht das Anpassungserfordernis stadtischer Strukturen. Vor diesem Hintergrund mussen die Planungswissenschaft und -praxis, so die zentrale Schlussfolgerung, ihre Tabus (Siedlungsruckzug) und Pramissen (Innen- vor Ausenentwicklung) erneut diskutieren und neue Erkenntnisse (adaptive Strategien) sowie technische Neuerungen (digitale Informationsquellen) einbinden.
TL;DR: In this article, a GIS-basiertes Gravitationsmodell is presented, in which die zu erwartenden Umsatzveranderungen fur den Bestand durch die Ansiedlung eines neuen Marktes are berechnet.
Abstract: Die Ansiedlung von Lebensmittelmarkten und deren Wirkungen auf bestehende Nahversorgungsstandorte werden in Deutschland immer wieder kontrovers diskutiert. Bei der Bewertung und Diskussion der moglichen stadtebaulichen Auswirkungen neuer Markte fehlt es aber haufig an objektiven und nachvollziehbaren Bewertungsgrundlagen. Im Rahmen des Forschungsprogramms „Nachhaltiges Landmanagement“ des Bundesministeriums fur Bildung und Forschung (BMBF) wurde deshalb ein anwendungsorientiertes, GIS-basiertes Gravitationsmodell entwickelt, das die zu erwartenden Umsatzveranderungen fur den Bestand durch die Ansiedlung eines neuen Marktes berechnet. Das Modell ist Grundlage dieses Beitrags. Die Abschatzung der Wirkungen erfolgt mit verhaltnismasig leicht verfugbaren Daten, das Modell ist grundsatzlich deutschlandweit anwendbar. Die Ergebnisse konnen als zusatzliche Abwagungsvoraussetzungen zu einem fruhen Planungszeitpunkt verwendet werden und sollen die Diskussion in den betroffenen Kommunen auf ein solideres Fundament stellen. Im Beitrag werden die Schwierigkeiten bei der Bewertung neuer Lebensmittelmarkte thematisiert, die inhaltlichen und methodischen Hintergrunde fur das entwickelte Modell erlautert und schlieslich eine Einordnung der Ergebnisse vorgenommen.
TL;DR: The second half of the twentieth century in particular is viewed as a period of suburbanisation: the movement of the resident population from the inner cities and agglomerations into the surrounding areas.
Abstract: The second half of the twentieth century in particular is viewed as a period of suburbanisation: the movement of the resident population from the inner cities and agglomerations into the surrounding areas. For a long time the notion that the process of suburbanisation was leading to the death of the inner city was widely spread in urban research. The decay of parts of the (industrialised) inner cities in the USA from the second half of the twentieth century provided empirical evidence supporting this point of view, as did findings showing quantitative losses of population and jobs in Western European agglomerations in the 1980s and 1990s. This special issue of the journal ‘Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning’ is dedicated to the topic of ‘Suburbanisation and Suburbanisms’ and aims to direct attention to the fact that, despite the popular discourse about reurbanisation and gentrification, developmental pressure on suburban spaces continues. The focus of interest is on suburbanisation processes in Europe. The papers in this special issue discuss empirical analyses of developments in German, Swiss and French urban regions. They demonstrate the spatial and temporal variety of current suburbanisation processes, indicating that this has a great deal to do with changes in lifestyles and ways of life and that it leads to the emergence of new forms of sociospatial differentiation. In their introductory paper, Markus Hesse and Stefan Siedentop use a profound analysis of research literature about European suburbia and suburbanisation processes to unveil the transformations that both have undergone in the recent past. They discover a relatively wide range of suburban developments in Europe, based on consideration of factors such as the economic significance of suburban areas, living in the inner city and in suburbia, lifecycle changes of suburban areas, and strategies for suburban renewal. Noting the increasing diversity, consolidation and complexity
TL;DR: In this article, the authors present an effizienteres and gerechteres Schutzsystem dargestellt in a bebauten Uberschwemmungsgebieten.
Abstract: 2002, 2010, 2013 – in unregelmasigen Abstanden wird Deutschland von schweren Hochwasserereignissen getroffen. Neben diesen grosflachigen Vorfallen sind es haufig lokale Uberflutungen, die die Bevolkerung unvorbereitet treffen und Schaden in Milliardenhohe verursachen. Bisher werden technische Hochwasserschutzmasnahmen von Seiten des Staates bereitgestellt. Verbleibende Risiken liegen im Verantwortungsbereich der Bevolkerung. In diesem Beitrag werden mit Hilfe okonomischer Instrumente Ansatze fur ein effizienteres und gerechteres Schutzsystem dargestellt. Basierend auf der Untersuchung der Bodenrichtwertentwicklung bebauter Grundstucke in festgesetzten Uberschwemmungsgebieten von elf sachsischen Stadten fur den Zeitraum von 2000 bis 2016 wird der Frage nachgegangen, ob sich bei der Bewertung der Grundstucke ein Werteinfluss des Hochwasserrisikos feststellen lasst. Zum einen wird dies uber einen deskriptiven Mittelwertvergleich von betroffenen Hochwassergebieten und uberflutungssicheren Flachen dargestellt. Zum anderen wird per multipler linearer Regression versucht, den Zusammenhang von Bodenrichtwerten und Hochwassergefahr aufzuzeigen. Wahrend in fast allen betrachteten Gebieten sinkende Richtwerte belegt werden konnen, fallen diese in festgesetzten Uberschwemmungsgebieten nochmals niedriger aus. Dem aktuellen Forschungsstand entsprechend wirkt sich laut Regressionsanalyse die Lage in einem Uberschwemmungsgebiet signifikant auf den Bodenrichtwert aus. Um einer negativen Wertentwicklung der Grundstucke entgegenzuwirken, gilt es, das Hochwasserrisiko vor allem in bebauten Gebieten zu minimieren bzw. eine zunehmende Gefahrdung zu vermeiden. Vorsorgender Hochwasserschutz, Transparenz der raumlichen Planung, finanzielle Anreize fur entsprechende bauliche Masnahmen und eine aktive Burgerbeteiligung an der Planung konnen dazu beitragen.
TL;DR: In this paper, einwohnermeldedaten konnen einen wichtigen Beitrag zur unterstutzung der raumbezogenen Planung in landlichen Gemeinden leisten.
Abstract: Einwohnermeldedaten konnen einen wichtigen Beitrag zur Unterstutzung der raumbezogenen Planung in landlichen Gemeinden leisten. Das zeigen mehrere Studien, die sich in den vergangenen Jahren mit demographischen Veranderungsprozessen und Versorgungsbedarfen in Deutschlands landlichem Raum auseinandergesetzt haben. Gemeinsam ist diesen, meist einzelfallbezogenen Untersuchungen, die Geokodierung kommunaler Melderegister und ihre analytische Verarbeitung mittels Geographischen Informationssystemen. Auf diese Weise lassen sich Bevolkerungsstrukturen und ihre Veranderungen auch unterhalb der Gemeindeebene auflosen und in Analysen nutzen, wahrend Bevolkerungsdaten der uberkommunalen statistischen Stellen dies in der Regel nicht vermogen. Dieser Beitrag greift Erkenntnisse aus diesen Studien auf. Er verbindet sie zu einem Argumentationsstrang, der Mehrwerte des Ansatzes sowohl fur die kommunale als auch die regionale Ebene aufzeigt und anhand von Beispielen aus Bayern und Sachsen-Anhalt entwickelt wird. Neben allgemeinen demographischen Aspekten werden dabei auch „Erreichbarkeiten“ und „Immobilien“ – als mit demographischen Prozessen in Zusammenhang stehende Themenfelder – behandelt. Die Darstellung der Mehrwerte, die zu einer starkeren Nutzung von Melderegistern in Wissenschaft und planerischer Praxis motivieren mochte, wird erganzt um eine Diskussion uber die Grenzen des verfolgten Ansatzes im Hinblick auf zukunftige Bevolkerungsentwicklungen. Durch das Aufzeigen sowohl von Mehrwerten als auch von Grenzen der Nutzung geokodierter kommunaler Bevolkerungsdaten mochte der Beitrag zudem die Umsetzung von Digitalisierungsstrategien in der Planung landlicher Raume unterstutzen.
TL;DR: In this paper, empirically analytischer Zweck-Mittel-Rationalitat einerseits and kommunikativer Rationalitat and anotherseits zuspitzen lasst.
Abstract: Ziel des Beitrags ist es, auf der Basis einer vereinfachten theoretischen Fundierung empirische Hinweise auf den Charakter von unterschiedlichen Planungsmethoden zu gewinnen, um daraus Folgerungen fur ihre Weiterentwicklung zu ziehen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich unterschiedliche Verstandnisse von Planungsrationalitat auch in unterschiedlichen Planungsmethoden ausdrucken. Dazu wird zunachst die Debatte um den Rationalitatsbegriff in der Planung wiedergegeben, die sich vor allem auf die Dichotomie zwischen analytischer Zweck-Mittel-Rationalitat einerseits und kommunikativer Rationalitat andererseits zuspitzen lasst. Hierauf aufbauend werden empirische Ergebnisse aus einem Forschungsvorhaben vorgestellt, in dem verschiedene Planungsmethoden auf die drei Hauptdimensionen „rational“, „kommunikativ“ und „kreativ“ hin bewertet wurden. Daran anknupfend wird am Beispiel der klassischen Planungsmethode der Nutzwertanalyse dargelegt, ob und wie vermeintlich rationale Planungsmethoden bislang im Hinblick auf den Communicative Turn in der Planung weiterentwickelt wurden. In der noch systematischeren kommunikativen Ausgestaltung bewahrter rationaler Planungsmethoden wird im Fazit auch ein wichtiges und praxisrelevantes Feld der Planungsforschung erkannt.
TL;DR: In this paper, the authors setzt sich am Beispiel des Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms with der Steuerung der Flachenneuinanspruchnahme auf lokaler Ebene auseinander.
Abstract: Der Beitrag setzt sich am Beispiel des Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms mit der Steuerung der Flachenneuinanspruchnahme auf lokaler Ebene auseinander. Hierzu werden mit Methoden der qualitativen empirischen Sozialforschung zwei im Merkmal des Siedlungsdrucks kontrastierende Fallstudien untersucht und die Entscheidungen und Motive beteiligter Akteure betrachtet. Die anhaltend hohe Umwandlung von Freiflachen in Siedlungs- und Verkehrsflachen gilt als eine der grosen raumordnerischen und umweltpolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Die Reduzierung der Flacheninanspruchnahme stellt ein normatives und strategisches Ziel dar – vor allem in landlichen Regionen geht die Schere zwischen Flachen- und Einwohnerentwicklung jedoch weiterhin auseinander. Ursachlich sind insbesondere die Entscheidungen lokaler und regionaler Akteure, die unter anderem aufgrund der Konkurrenz um Wohnbevolkerung und Gewerbe und vergleichsweise niedrigeren Bodenpreisen weitere Flachen ausweisen. Im Dorferneuerungsprozess sind vielseitige Ansatzpunkte zur Reduzierung der Flacheninanspruchnahme und Forderung von Innenentwicklung vorhanden. Die Dorferneuerung bietet ein umfangreiches Instrumentenspektrum von der Beteiligung lokaler Akteure und Grundeigentumer uber Fachgutachten und Planungskonzepte bis zur Forderung und Umsetzung von Masnahmen mit Bodenordnung. Dieses Instrumentarium wird jedoch noch nicht systematisch ausgeschopft. Die kontrastierenden Fallstudien zeigen auf, wie demographische, wirtschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen sich auf die Handlungsspielraume der Akteure und deren Argumentationen auswirken. Flachensparen ist ein Ziel, das zwar politisch und gesellschaftlich erwunscht ist, jedoch im Verhaltnis zu anderen Zielsetzungen haufig in der personlichen, politischen und planerischen Abwagung unterliegt. Abschliesend werden Handlungsempfehlungen fur die Praxis der Dorferneuerung gegeben und weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt.
TL;DR: In this paper, the authors analyse the Grunden und raumlichen Verteilungsmustern der Hochschulstandortwahl von Studierenden and den damit verbundenen Auswirkungen auf die Regionalentwicklung, insbesondere in den landlichen Raumen, nach.
Abstract: Der Beitrag geht den Grunden und raumlichen Verteilungsmustern der Hochschulstandortwahl von Studierenden und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Regionalentwicklung, insbesondere in den landlichen Raumen, nach. Zunachst wird dazu der internationale Stand der Forschung zum Standortwahlverhalten von Studierenden zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Ausbildung dargestellt. Eine eigene regionalstatistische Auswertung kommt fur Deutschland zu dem Befund, dass es den Hochschulen in landlichen Regionen zwar nicht gelingt, einen ahnlich hohen Studierendenbesatz zu erreichen wie in verdichteteren Raumtypen, jedoch die Regionen mit einer Hochschule deutlich bessere Entwicklungschancen besitzen als jene ohne. Die Studierendenzahlen wuchsen in den Hochschulstandorten der landlichen Regionen in der Vergangenheit sogar etwas starker als in Raumtypen mit hoherem Verdichtungsgrad. Der Braindrain Hochqualifizierter aus landlichen Regionen wird jedoch nach deren Studium deutlicher als nach dem Schulabschluss, auch deshalb, weil die Qualifikationsprofile der Hochschulen und die Arbeitsplatznachfragen aus den jeweiligen Regionen nur unvollstandig zusammenpassen. Im Hinblick auf die zukunftige Entwicklung wird dann die Hypothese vom Bologna-Drain vorgestellt: Demnach konnte die vollzogene Einfuhrung gestufter Bachelor- und Masterstudiengange dazu fuhren, dass sich Studienstandorte in unterschiedlichen Regionstypen in ihrer Entwicklung stark unterscheiden und hierbei insbesondere die landlichen Regionen im Wettbewerb um die besten Kopfe verlieren. Diese These wird explorativ am Beispiel der Justus-Liebig-Universitat Giesen beleuchtet, welche als traditionsreiche Universitat mit einem grosen Facherspektrum in einer landlichen Region liegt.
TL;DR: In this paper, the authors present a new method for solving the problem of Verdrangung of Unternehmensimmobilien in a systematischen Landeignungsprufung in Deutschland.
Abstract: Die hohe Attraktivitat von Grosstadten fuhrt nicht nur in Deutschland zu einer Verdrangung von Unternehmensimmobilien in stark prosperierenden Raumen Sie geht volkswirtschaftlich zulasten der Kommunen, da mit der Ansiedlung von Unternehmensimmobilien oftmals erhebliche externe (Nutzen‑)Effekte einhergehen Die Vermeidung dieser Verdrangungsproblematik dient im folgenden Beitrag als Ausgangspunkt fur die Entwicklung einer innovativen Methodik zur systematischen Landeignungsprufung Unter Ausnutzung der aktuellen Geodaten-Initiativen in Deutschland gelingt es hiermit erstmals, die vorhandenen Geodatenbestande in einem Geographischen Informationssystem auf der Basis des Compromise Programming zu einem multidimensionalen Entscheidungsunterstutzungssystem fur die Immobilien- und Stadtentwicklung in Deutschland zusammenzufuhren Angewandt auf die Grosstadt Dusseldorf lasst sich der Mehrwert dieser neuen Methodik empirisch verifizieren: Durch die systematische Analyse und Bewertung des gesamten Stadtgebiets mittels multidimensionaler und GIS-basierter Landeignungsprufung lassen sich nicht nur neue und wesentlich mehr Flachenpotenziale fur private Investoren und Projektentwickler von Unternehmensimmobilien identifizieren Daruber hinaus konnen auch fur Stadtplaner und Kommunalpolitiker raumliche Schwerpunkte durch ein solches GIS-Modell transparent gemacht werden, welche als Schutzzonen fur industrielle Flachennutzungen kunftig die Verdrangung wichtiger Immobilientypen aus dem Stadtgebiet verhindern Die Methodik leistet daher einen wichtigen Beitrag zu einer empirisch fundierten Gewerbeplanung, indem der interdisziplinare Austausch zwischen den privaten und offentlichen Akteuren der Immobilien- und Stadtentwicklung unterstutzt wird
TL;DR: In der Stadtund Raumforschung hat der Begriff Resilienz -the Widerstandsfähigkeit, Fehlertoleranz oder Selbstregulation eines Systems -in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen as discussed by the authors.
Abstract: In der Stadtund Raumforschung hat der Begriff Resilienz – die Widerstandsfähigkeit, Fehlertoleranz oder Selbstregulation eines Systems – in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Insbesondere in Bezug auf den Klimawandel wird der Begriff genutzt, allerdings findet er auch in anderen Kontexten, z. B. im Risikomanagement oder in der Entwicklungszusammenarbeit, seine Verwendung (vgl. Meerow/Newell/Stults 2016). Für den hier vorliegenden Sammelband (in englischer Sprache), der in der Reihe „Studien zur Resilienzforschung“ des Springer-Verlags erschien und auf Beiträgen der 2014 in Hamburg
TL;DR: The Robert Bosch Stiftung as discussed by the authors fördert 50.000 Euro für zwei years, ermuntert, „Neuland zu betreten“, um die Lebensqualität in ihrer Umgebung mit innovativen ideen zu verbessern.
Abstract: „Neuland gewinnen“ – der Titel des Buches ist gleichzeitig Programm: „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ heißt das Programm, mit dem die Robert Bosch Stiftung seit 2013 engagierte Menschen und Initiativen fördert und sie damit unterstützt, die Zukunft ländlicher Regionen in Ostdeutschland eigeninitiativ positiv zu gestalten (vgl. Links/Volke 2009). Mit individuellem Mentoring, Erfahrungsaustausch und Zugriff auf Expertisen in halbjährlichen Werkstätten sowie einer relativ kleinen finanziellen Unterstützung von durchschnittlich 50.000Euro für zwei Jahre werden die „Neulandgewinner“ ermuntert, „Neuland zu betreten“, so der Leitsatz der Robert Bosch Stiftung, um die Lebensqualität in ihrer Umgebung mit innovativen Ideen zu verbessern. Die mehr als 1000 eingereichten Bewerbungen in den drei Ausschreibungsrunden bis 2017 dokumentieren das hohe zivilgesellschaftliche und kreative Potenzial der inzwischen mehr als 50 geförderten Projekte.
TL;DR: Gutberger et al. as mentioned in this paper published eine monographie with dem Titel „Bevölkerung, Ungleichheit, Auslese“, der sich explizit mit Raumplanung und Raumordnungspolitik beschäftigt.
Abstract: Hansjörg Gutberger hat sich über einen langen Zeitraum mit „verschiedenen Aspekten sozialwissenschaftlicher Bevölkerungsforschung zwischen 1930 und 1960“ beschäftigt (S. 3). 1996 erschien seine 1994 in Göttingen vorgelegte Dissertation mit dem Titel „Volk, Raum und Sozialstruktur“ (Gutberger 1996), wobei die Anfänge seiner Studien bis in das Jahr 1988 zurückreichen, wie er in der Einleitung erwähnt. 2006 folgte eine weitere Monographie mit dem Titel „Bevölkerung, Ungleichheit, Auslese“ (Gutberger 2006). Jetzt hat er den letzten Band dieser „Trilogie“, wie er sie selbst nennt, vorgelegt, der sich explizit mit „Raumplanung und Raumordnungspolitik“ beschäftigt, und der hier zur Rezension ansteht. Er ist gewissermaßen der Schlussstein ei-
TL;DR: In this article, Stinn's geographischen Dissertation bewegt sich Thomas Stinn in einem Forschungsfeld, das in den letzten Jahren in beachtenswerter Weise an Relevanz gewonnen hat.
Abstract: Mit der Veröffentlichung seiner geographischen Dissertation bewegt sich Thomas Stinn in einem Forschungsfeld, das in den letzten Jahren in beachtenswerter Weise an Relevanz gewonnen hat. Die Problematik der Gestaltung und Aufrechterhaltung regionaler Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, insbesondere im Kontext des demographischen Wandels, ist mittlerweile ein zentraler Diskussionsgegenstand sowohl in den originär raumbezogenen Wissenschaftsdisziplinen (vor allem Geographie und Raumplanung) als auch in der medizinischen Versorgungsforschung und den Pflegewissenschaften (vgl. z. B. Hilligardt 2010; Greß/Stegmüller 2011; Lessing/ Herr 2015; Ried 2016). In der Geographie ist dieser Themenkomplex bisher vor allem Gegenstand der regionalen
TL;DR: In this article, Böttcher befasst sich mit der genannten Frage in einer umfassenden und komplexen Abhandlung, die aus ihrer Dissertation hervorgegangen ist.
Abstract: Wie wirkt Planung? Diese einfache Frage in der Überschrift erzeugt sicherlich hohe Aufmerksamkeit und Neugier bei all denen, die sich in Theorie und Praxis mit dem Planen beschäftigen. Aber auf einfache Fragen folgen nicht per se einfache Antworten – so auch nicht in dem vorliegenden Buch von Judith Marie Böttcher. Die Autorin befasst sich mit der genannten Frage in einer umfassenden und komplexen Abhandlung, die aus ihrer Dissertation hervorgegangen ist. Sie richtet den inhaltlichen Fokus auf Theorie und Praxis der strategischen Stadtentwicklung und wählt für ihre Fallstudien im Handlungsfeld Wohnen die Städte Frankfurt am Main und Münster aus.
TL;DR: In this article, Paasi fokussiert das Vorarlberger and das St. Galler Rheintal in den Alpen als einen dynamisch sich entwickelnden Raum in Grenzlage, der bisher keiner ausführlichen Analyse unterzogen wurde, and setzt sich mit Herausforderungen grenzüberschreitender Planung and Zusammenarbeit auseinander.
Abstract: Wie steht es um die Entwicklung und praktische Gestaltung einer grenzüberschreitenden Zwischenstadt „Alpenrheintal“? So ließe sich vereinfacht die zentrale Frage der Veröffentlichung von Stefan Obkircher zu „Raumentwicklung in Grenzregionen“ zusammenfassen. Der Autor fokussiert das Vorarlberger und das St. Galler Rheintal in den Alpen als einen dynamisch sich entwickelnden Raum in Grenzlage, der bisher keiner ausführlichen Analyse unterzogen wurde, und setzt sich mit Herausforderungen grenzüberschreitender Planung und Zusammenarbeit auseinander. Er bewegt sich im Kontext einer Thematik, die allgemein vielfältige wissenschaftliche Bearbeitung erfährt (z. B. Paasi 1986; Wille/Reckinger/Kmec et al. 2016; Pal-
TL;DR: In this article, a survey of Befragungen und plananalysen zeigen, dass der Regelungsumfang zur Rohstoffsicherung in den Planwerken der Lander und Regionen teils sehr deutlich variiert.
Abstract: Mineralische Rohstoffe finden in nahezu allen Produktionszweigen Verwendung. Die Rohstoffgewinnung steht dabei in einem Wettbewerb mit anderen Flachennutzungen und trifft vielerorts auf wenig Akzeptanz. Der Raumordnung kommt eine wichtige Rolle bei der Flachenvorsorge fur die Rohstoffgewinnung wie auch bei der langfristigen Sicherung von Rohstoffpotenzialen zu. Im Rahmen der Raumordnung erfolgt die Abwagung mit anderen Raumnutzungen und Raumfunktionen im Sinne einer nachhaltigen Raumentwicklung. Der Beitrag beschaftigt sich mit der Frage, wie die Landes- und Regionalplanung dieser Aufgabe in Bezug auf nichtenergetische mineralische Rohstoffe nachkommt. Die Ergebnisse von Befragungen und Plananalysen zeigen, dass der Regelungsumfang zur Rohstoffsicherung in den Planwerken der Lander und Regionen teils sehr deutlich variiert. Darauf aufbauend werden Losungsansatze fur eine angemessene Berucksichtigung der Rohstoffsicherung in der Landes- und Regionalplanung aufgezeigt. Diese beziehen sich sowohl auf die methodischen Herausforderungen im Zuge der Abwagung als auch auf die Ausgestaltung des raumordnerischen Instrumentariums.
TL;DR: In this article, the authors provide a brief overview of recent developments and debates concerned with suburbanisation in continental Europe, focusing on the shifting dynamics of housing between core and fringe locales, and the life-cyclic nature of suburbanisation.
Abstract: This paper provides a brief overview of recent developments and debates concerned with suburbanisation in continental Europe. While current discourses in urban research and practice still focus on processes of reurbanisation and the gentrification of inner-city areas, suburbia continues to exist and thrive. Depending on the definition applied, suburban areas still attract a large share of in-migration and employment growth in cities of the developed countries. Given that popular meta-narratives on suburbia and suburbanisation are often spurred by, or refer to, North American suburban studies, we take a different perspective here, one based on continental European trajectories of development in and across city-regional areas that are considered to be suburban, and on social processes that are associated with suburbanisation (suburbanisms). Thus, we aim to avoid a biased understanding of suburbia as a spatial category, which is often considered mono-functional, non-sustainable, or in generic decline. Instead, we observe that suburban variety is huge, and the distinction between urban core and fringe seems to be as ambiguous as ever. The paper, which also introduces the theme of this special issue of “Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning”, bundles our findings along four themes: on suburbia as a place of economic development, on the shifting dynamics of housing between core and fringe locales, on the life-cyclic nature of suburbanisation, and on strategies for redevelopment. Finally, we discuss certain topics that may deserve to be addressed by future research, particularly on the European variant of suburbanisation and suburbs.