Abstract: Ziel Die Wiederherstellung der Gehfähigkeit ist eines der bedeutendsten Ziele der Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Die Behandlung in speziell für die Akutbehandlung des Schlaganfalls spezialisierten Einrichtungen (Stroke units) führt zu einer schnelleren und häufigeren Wiederherstellung der Unabhängigkeit bei Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) verglichen mit anderen Stationen [8]. Besonders der Zeitpunkt des Beginns der Mobilisation nach dem Schlaganfall scheint einen bedeutenden Einfluss auf die Erholung zu haben [9]. Die Autoren der vorliegenden Arbeit gingen daher der Fragestellung nach, wie sich die sehr frühe und intensive Mobilisation nach einem Schlaganfall auf die Wiederherstellung der Gehfähigkeit auswirkt.
Abstract: Methode Aus der PEDro-Datenbank wurden bis zum 3. November 2008 insgesamt 13659 Einträge extrahiert und anhand der PEDro-Skala beurteilt. Dabei fanden alle Punkte der PEDro-Skala Berücksichtigung (●▶ Abb. 1). Die Evaluation des Verhältnisses zwischen den erzielten PEDro-Skala-Punkten und dem Jahr der Publikation erfolgte mittels eines linearen Modells, die des Verhältnisses zwischen jedem einzelnen Punkt der PEDro-Skala und dem Jahr der Publikation mittels eines logistischen Modells. Um den Effekt des CONSORT Statements zu beurteilen, wurde eine Regression für den Zeitraum vor und nach der Veröffentlichung des CONSORT Statements (1960–1996 und 1996–2008) berechnet und die Prävalenz jedes einzelnen Punktes der PEDro-Skala sowie der Mittelwert der Gesamt-PEDro-Scores für die Zeiträume 1960–1996 und 2008 ermittelt.
TL;DR: The questioned therapist group is presented and the results can contribute to the politics' and professional organizations' discussion through publication of the questioned therapists' opinion.
Abstract: BACKGROUND: The therapeutic health care professions are in flux. Academisation, new occupational areas and direct access are current occupational policy issues of therapeutic health care professionals. Little is known about the thoughts of people working in health care professions. OBJECTIVE: The aim of the independent study group PHYSIOTHERAPISTS AND OCCUPATIONAL THERAPISTS AT WORK' is to analyse the current situation of the 2 largest groups of therapeutic health care professionals - physiotherapists and occupational therapists - by means of a Germany-wide survey. METHOD: The study group developed the hypotheses-based questionnaire. Following a pre-test, the cross-sectional survey was performed among in Germany working physiotherapists and occupational therapists from May until December 2008. RESULTS: 3506 questionnaires were evaluated, 1273 of occupational therapists and 2233 of physiotherapists. This article presents and analyses the questioned therapist group. Articles on THERAPISTS' PROFESSIONAL ROUTINE, COOPERATION AND COMPETITION, PROFESSIONAL SATISFACTION, FUTURE OF PHYSIOTHERAPY AND OCCUPATIONAL THERAPY and NEED FOR CHANGE will follow. CONCLUSION: Through publication of the results the questioned therapists' opinion can contribute to the politics' and professional organizations' discussion.
TL;DR: In der vorliegenden Studie interessierte insbesondere, welche Faktoren die Arbeitszufriedenheit in den therapeutischen Gesundheitsfachberufe beeinflussen, werden durch Wertschatzung fordernde Masnahmen and selbst bestimmtes Arbeiten erreicht werde.
Abstract: Hintergrund: Die Zufriedenheit im Beruf spielt nach Studien aus dem angloamerikanischen Raum eine zentrale Rolle bei der Bindung von qualifiziertem Personal. Arbeitszufriedenheit ist ein komplexes Thema, das bislang fur die Gesundheitsfachberufe in Deutschland nur wenig untersucht ist. In der vorliegenden Studie interessierte insbesondere, welche Faktoren die Arbeitszufriedenheit in den therapeutischen Gesundheitsberufen beeinflussen. Ziel: Ziel der berufspolitisch unabhangigen Arbeitsgruppe Physio- und Ergotherapeuten im Beruf ist es, mittels einer deutschlandweiten Befragung eine Standortbestimmung fur die beiden grosten Gruppen der therapeutischen Gesundheitsfachberufe (Physio- und Ergotherapeuten) durchzufuhren. Der vorliegende 4. Teil beschaftigt sich mit dem Thema Zufriedenheit im Beruf.
Methode: Querschnitterhebung mittels hypothesenbasiertem Fragebogen bei in Deutschland tatigen Physio- und Ergotherapeuten in der Zeit von Mai bis Dezember 2008. Ergebnisse: 3506 Fragebogen wurden ausgewertet, 1273 von Ergotherapeuten und 2233 von Physiotherapeuten. Ihre Antworten zum Thema Zufriedenheit im Beruf wurden fur die Parameter Berufsgruppe, Geschlecht, Beschaftigungsverhaltnis und Tatigkeitsort analysiert. Die allgemeine Zufriedenheit der Therapeuten liegt im Mittel bei 67 (0 = gar nicht bis 100 = vollkommen zufrieden). Zusatzlich zu dieser Frage wurden mogliche Einflussfaktoren auf die Arbeitszufriedenheit evaluiert. Wertschatzung und Gestaltungsmoglichkeiten beeinflussen die allgemeine Zufriedenheit im Beruf demnach starker als die Berufswahl, die Arbeitszeiten, der finanzielle Nutzen von Fortbildungen und das Stresserleben. Schlussfolgerungen: Nationale und internationale Studien benennen die in dieser Fragebogenerhebung untersuchten Faktoren zur Arbeitszufriedenheit als wichtige Parameter fur „gute Arbeit“. Grose Zufriedenheit im Beruf kann durch Wertschatzung fordernde Masnahmen und selbst bestimmtes Arbeiten erreicht werden.
TL;DR: Thorough assessment based on this biopsychosocial model allows for diagnosis and classification of subjects with PGP disorders, and will inform a cognitive-functional approach to management that specifically targets the underlying mechanisms driving the disorder.
Abstract: Pelvic girdle pain (PGP) is now used as an umbrella term for musculoskeletal disorders in pain in the region of the pelvis and are associated with disability. For the majority of subjects there is no readily identifiable pathological process underlying PGP, and approaching these disorders from a biomedical standpoint is one of the factors that has resulted in poor outcomes for many subjects with PGP. Contemporary understanding of chronic pain as multidimensional biopsychosocial disorders is consistent with how PGP disorders present. Biopsychosocial factors may interact in a complex top-down/bottom-up manner to drive pain and pain behaviours. Thorough assessment based on this biopsychosocial model allows for diagnosis and classification of subjects with PGP disorders. This process will inform a cognitive-functional approach to management that specifically targets the underlying mechanisms driving the disorder.
TL;DR: In this paper, a Fragebogenuntersuchung war es, die Einstellung von Physiotherapeuten in der Schweiz zum Direktzugang zu erfahren und ob sie sich einen DirektZugang auch zutrauen.
Abstract: Hintergrund: Mit der Einfuhrung der Bologna-Reform im Jahr 2006 wurde das Ausbildungssystem der Physiotherapeuten in der Schweiz auf akademisches Niveau angehoben. Dies hat zu einer Diskussion hinsichtlich des Direktzugangs zur Physiotherapie gefuhrt. Ziel: Ziel dieser Fragebogenuntersuchung war es, die Einstellung von Physiotherapeuten in der Schweiz zum Direktzugang zu erfahren und ob sie sich einen Direktzugang zutrauen. Methode: Nach einer kulturellen und sprachlichen Validierung der Befragungsinstrumente wurde der Fragebogen im Mai 2010 an die Mitglieder des Schweizer Physiotherapie Verbandes verschickt. Die Rucklaufquote betrug 27 %. Ergebnisse: Die Mehrheit (86 %) der befragten Physiotherapeuten befurwortet die Einfuhrung des Direktzugangs in der Schweiz, und 84 % trauen sich den Direktzugang auch zu. Laut 60 % der Befragten sind dafur jedoch zusatzliche Qualifikationen unabdingbar. Umfassendes Wissen uber Pathologie (Red Flags; 90 %), Differenzialdiagnostik (75 %) und die Teilnahme an Weiterbildungen (65 %) werden am wichtigsten erachtet. Schlussfolgerungen: Physiotherapeuten in der Schweiz zeigen eine positive Einstellung gegenuber dem Direktzugang. Damit liegen vergleichbare Ergebnisse mit Deutschland vor. Weitere Schritte sind notwendig, um den Direktzugang in der Schweiz voranzubringen, wie z. B. die Durchfuhrung von Pilotprojekten mit realistischen Zielen.
TL;DR: The present data do not confirm the hypothesis that elastic taping exerts a beneficial effect on arm circumference, and the only study concerning chronic lymphedema combines the elastic tape method with both manual lymphatic drainage and intermittent pneumatic compression.
Abstract: Hintergrund: Erste Studienergebnisse zeigen einen positiven Effekt der Elastische-Tape-Technik auf akute und chronische Lymphodeme. Die einzige chronische Lymphodeme betrachtende Studie kombiniert die Elastische-Tape-Technik jedoch sowohl mit Manueller Lymphdrainage als auch mit apparativer intermittierender Kompression, deren Wirkungen auf Lymphodeme derzeit noch kontrovers diskutiert werden. Ziel: Ziel dieser Pilotstudie mit randomisiertem kontrollierten Design war es, die Wirksamkeit der Elastische-Tape-Technik auf sekundare, einseitige Armlymphodeme zu prufen und diese mit der Wirksamkeit anderer Behandlungstechniken zu vergleichen. Methode: In die multizentrische Studie wurden 76 Frauen in 1 von 4 moglichen Behandlungsgruppen (Komplexe Physikalische Entstauungstherapie, Elastisches Tape, Manuelle Lymphdrainage, Kompressionsbestrumpfung) uber einen Zeitraum von 3 Monaten randomisiert. Insgesamt wurden 4 (U0 – U3) Armumfangmessungen nach Kuhnkes 4-cm-Methode durchgefuhrt. Ergebnisse: Die ANOVA wies einen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen (p < 0,042) auf. Der Pra-post-Vergleich (Friedman-Test) zeigte nur in der Kompressionsgruppe (p < 0,001) eine signifikante Reduktion. Schlussfolgerung: Die Elastische-Tape-Technik erzielt keine signifikante Volumenreduktion. Background: Initial studies indicate that the elastic taping method has a positive effect on acute and chronic lymphedema. However, the only study concerning chronic lymphedema combines the elastic taping method with both manual lymphatic drainage and intermittent pneumatic compression, the effects of which on chronic lymphedema are still the subject of controversial debate. Objective: The major aim of this pilot study was to determine the efficacy of the elastic taping method in the treatment of secondary one-sided arm lymphedema. Method: For this multicentric study, 76 women were randomly assigned to one of 4 possible treatment groups (i. e. complex decongestive therapy, elastic tape, manual lymphatic drainage, compression sleeve) over a 3 month intervention period. Arm circumference according to Kuhnke was assessed 4 times during the course of the study. Results: ANOVA revealed a significant difference (p < 0.042) between the 4 groups. Friedman test yielded a significant volume reduction in the compression sleeve group (p < 0.001), while the other 3 treatments did not result in significant volume reductions. Conclusion: It was assumed that elastic taping exerts a beneficial effect on arm circumference. However, the present data do not confirm this hypothesis.
TL;DR: The aim of this article was to portray the state of science in health care professions - especially in physiotherapy - and to enhance prospects of success by concrete notes concerning the development process of a research proposal.
Abstract: BACKGROUND: In the context of increasing public attention for scientific research in health care professions, the question is coming to the fore, how scientific activities in physiotherapy can be promoted. Even if there is no general recipe, in the jungle of promotion options phrasing promising research proposals increasingly becomes a crucial competence of researchers. OBJECTIVE/METHOD: The aim of this article was to portray the state of science in health care professions - especially in physiotherapy - and to enhance prospects of success by concrete notes concerning the development process of a research proposal. RESULT/CONCLUSION: Success variables as well as reasons for failure can be determined. However, at large phrasing a research proposal is a permanent learning process - in this context success is a relative term.
Abstract: Ziel Das Ziel der Studie bestand darin, Therapiemethoden zu untersuchen, die bei Schlaganfallpatienten mit moderater bis schwerer Parese der oberen Extremität zu längerfristigen Verbesserungen führen. Die Effektivität des bilateralen Armtrainings mit rhythmisch-auditiven Kommandos (Bilateral arm training with rhythmic auditory cueing, BATRAC) wurde den in der Dosierung entsprechenden, unilateralen, therapeutischen Übungen (Dose-matched therapeutic exercise, DMTE) gegenübergestellt. Dabei wurden die Effekte der kortikalen Reorganisation mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) dargestellt.