TL;DR: In this article , the authors untersuchen wir, wie in Krankenhaus arbeitende Eltern die Betreuung ihrer Kinder während the Covid-19-Pandemie sicherstellen konnten and welche betrieblichen Unterstützungsmaßnahmen sich in der Pandemie als besonders geeignet erwiesen haben, um Mitarbeitende mit care-Verpflichtungen zu entlasten.
Abstract: Durch die Covid-19-Pandemie stand die medizinische und pflegerische Sorge im Krankenhaus zeitweise im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Aufgrund der zeitweise sehr hohen Hospitalisierungszahlen von Corona-Infizierten mussten Stationen verlegt oder geschlossen werden und es wurden planbare Eingriffe verschoben. Zudem führten die bereits vor der Pandemie virulenten Personalengpässe zu erhöhten Belastungen des medizinischen Personals. Zusätzlich zu diesen Herausforderungen standen viele Pflegekräfte und Ärzt*innen mit jüngeren Kindern vor der Herausforderung, die Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen, da Schulen und Kindergärten länger geschlossen wurden. In diesem Beitrag untersuchen wir, wie im Krankenhaus arbeitende Eltern die Betreuung ihrer Kinder während der Pandemie sicherstellen konnten und welche betrieblichen Unterstützungsmaßnahmen sich in der Pandemie als besonders geeignet erwiesen haben, um Mitarbeitende mit Care-Verpflichtungen zu entlasten. Es wird deutlich, dass während der Covid-19-Pandemie nicht nur die bereits seit langem diskutierte Reproduktions- bzw. Sorgekrise deutlich hervorgetreten ist, sondern auch, dass die gesellschaftlich notwendige Sorge auf einem fragilen Fundament steht, das in erster Linie von Frauen und dem von ihnen erwarteten Care-Ethos stabilisiert wird. Der Beitrag basiert auf 36 leitfadengestützten Interviews mit Beschäftigten im Krankenhaus, die im Rahmen des Projektes „Double Fragility: The Care Crisis in the Corona Crisis“ erhoben wurden.
TL;DR: This paper critiques demographically-driven government strategies, specifically "children as a weapon of war", through a critical analysis of Susanne Schultz's work, exploring the intersection of politics, demography, and feminist perspectives in international relations.
Abstract: Bibliographie: Ludwig, Gundula: Susanne Schultz: Die Politik des Kinderkriegens. Zur Kritik demografischer Regierungsstrategien, Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 2-2023, S. 158-160. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i2.22-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 29.11.2023 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 International) verfügbar. Weitere Informationen zur Lizenz und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
TL;DR: This article is a tribute to Dr. Adrian de Silva (1966-2023), with a bibliography of a previously published obituary, now available in open access under a Creative Commons license.
Abstract: Bibliographie: Bauer, Robin/Schirmer, Utan: Nachruf auf Dr. Adrian de Silva (1966-2023), Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 2-2023, S. 92-95. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i2.09-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 29.11.2023 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 International) verfügbar. Weitere Informationen zur Lizenz und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
TL;DR: In this article , a survey of 16 qualitativen problemzentrierten Interviews with Bewohner*innen über ihre alltagserfahrungen während der ersten and zweiten Welle der Pandemie is presented.
Abstract: Sammelunterkünfte für Geflüchtete sind eines der prägnantesten Beispiele sozial stratifizierter Verletzlichkeit und ungleicher Anerkennung von Leben im Kontext der Corona-Pandemie. Der Artikel zeigt, wie in Sammelunterkünften in Deutschland prekäre Sorgelagen und Sorgelücken während der Corona-Pandemie auf alltägliche Versuche eines eigensinnigen Füreinander-Sorge-Tragens treffen. Er basiert empirisch auf 16 qualitativen problemzentrierten Interviews mit Bewohner*innen über ihre Alltagserfahrungen während der ersten und zweiten Welle der Pandemie. Geflüchtete, so wird deutlich, können sich nicht oder nur begrenzt darauf verlassen, dass ihre Gesundheit in der Pandemie durch staatliche Maßnahmen geschützt wird. Versuche, die eigene Gesundheit selbstorganisiert zu schützen, ermöglichen nur sehr begrenzt Verbesserungen und brechen sich an der (staatlich aufrechterhaltenen) strukturellen Sorglosigkeit der eigenen Lebenssituation.
TL;DR: The Covid-19-Pandemie hat bestehende strukturelle Ungleichheitsverhältnisse innerhalb der Gesellschaften vertieft und soziale Krisen noch deutlicher zutage gebracht as discussed by the authors .
Abstract: Die Covid-19-Pandemie hat bestehende strukturelle Ungleichheitsverhältnisse innerhalb der Gesellschaften vertieft und soziale Krisen noch deutlicher zutage gebracht. Die bereits bestehende Care-Krise und ihre Verschärfung haben maßgeblich dazu beigetragen. Dabei wird die zusätzliche unbezahlte Sorgearbeit und -verantwortung nach wie vor maßgeblich von Frauen getragen. Im vorliegenden Beitrag setzen wir uns mit dem Begriff der Sorge theoretisch auseinander und gehen auf den aktuellen Forschungsstand zu Sorge in Zeiten der Pandemie ein. Dabei beleuchten wir durch eine care-ethische Perspektive die relationalen Aspekte von Sorgearbeit und zeigen mit einer dekolonialen Perspektive die Kontinuität kolonialer Ungleichheiten in der Verteilung von Sorgearbeit auf. Abschließend reflektieren wir über die politische Steuerung von Care und Corona und deren Grenzen.
TL;DR: Bath et al. as mentioned in this paper present Feminist Interventionen zu einer vertrauenswürdigen KI, Femina Politica, 1-2023, S. 128-131.
Abstract: Bibliographie: Bath, Corinna/Kubes, Tanja/Steinke, Jannis: Feministische Interventionen zu einer vertrauenswürdigen KI, Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 1-2023, S. 128-131. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i1.14-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 12.06.2025 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 International) verfügbar. Weitere Informationen zur Lizenz und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
TL;DR: Kluge et al. as mentioned in this paper present Neue Menstruationspolitik in Spanien, Femina Politica -Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 1-2023.
Abstract: Bibliographie: Kluge, Anna E./Zagel, Hannah: Neue Menstruationspolitik in Spanien, Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 1-2023, S. 124-127. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i1.13-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 12.06.2025 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 International) verfügbar. Weitere Informationen zur Lizenz und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
TL;DR: Feministische Visionen vor und nach 1989 untersucht die Bibliographie die Geschlecht, die Medien und die Aktivismen in der DDR, BRD und im östlichen Europa in diesem Zeitraum.
Abstract: Bibliographie: Günther, Jana: Karin Aleksander, Ulrike E. Auga, Elisaveta Dvorakk, Kathleen Heft, Gabriele Jähnert, Heike Schimkat (Hg.): Feministische Visionen vor und nach 1989. Geschlecht, Medien und Aktivismen in der DDR, BRD und im östlichen Europa, Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 2-2023, S. 162-165. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i2.24-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 29.11.2023 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 International) verfügbar. Weitere Informationen zur Lizenz und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
TL;DR: In this paper , Hattinger-Allende, Sabine, Tove Soiland, Anna Hartmann, Femina Politica, Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 1-2023, S. 149-150.
Abstract: Bibliographie: Hattinger-Allende, Sabine: Tove Soiland: Sexuelle Differenz. Feministisch-psychoanalytische Perspektiven auf die Gegenwart. Herausgegeben von Anna Hartmann, Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 1-2023, S. 149-150. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i1.21-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 12.06.2023 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 International) verfügbar. Weitere Informationen zur Lizenz und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
TL;DR: Bakhshizadeh, Marziyeh et al. as mentioned in this paper describe the langwährenden proteste der iranischen Frauen für das Recht auf Selbstbestimmung.
Abstract: Bibliographie: Bakhshizadeh, Marziyeh: Die langwährenden Proteste der iranischen Frauen für das Recht auf Selbstbestimmung, Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 1-2023, S. 111-115. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i1.10-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 12.06.2025 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 International) verfügbar. Weitere Informationen zur Lizenz und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
TL;DR: In this article , Teschlade et al. present a feministische Ethik der Fortpflanzung, Femina Politica, Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 1-2023, S. 140-142.
Abstract: Bibliographie: Teschlade, Julia: Antje Schrupp: Reproduktive Freiheit. Eine feministische Ethik der Fortpflanzung, Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 1-2023, S. 140-142. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i1.17-----Open-Access-Lizenz: Dieser Beitrag ist ab dem 12.06.2023 im Open Access unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung 4.0 International) verfügbar. Weitere Informationen zur Lizenz und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.
TL;DR: In this article , a feminist care-ethichesicherheitsperspektive for Fürsorgearbeit is discussed, i.e., a perspektives auf gesellschaftliche Umgang und the Unsichtbarkeit von häufig prekären, randständigen und feminisierten Formen of Sorgearbeauftigen Sorge-Strukturen.
Abstract: In der Pandemie hat die (Un-)Sichtbarkeit und Fragilität von Fürsorgearbeit erneut sowohl an Relevanz als auch an Prekarität gewonnen. Zugleich macht die Pandemie lokale und globale Vulnerabilitäten sichtbar(er). Dies erfordert eine Perspektive auf Gesundheitssicherheit, die sowohl marginalisierte und hierarchisierte Sorge-Strukturen greifbar macht als auch die Wandelbarkeit der Bedarfe von Personen im Krisenkontext erfassen kann. Aus diesem Grund widmet sich dieser Artikel der Frage: Wie kann eine feministische care-ethische Perspektive unser Verständnis von Gesundheitssicherheit verändern? Diese Fragestellung untersuchen wir zunächst auf einer theoretisch-konzeptionellen Ebene aber auch hinsichtlich ihres normativen Potenzials. Hierbei betrachten wir den gesellschaftlichen Umgang und die Unsichtbarkeit von häufig prekären, randständigen und feminisierten Formen von Sorgearbeit aus einer kritischen feministischen Sicherheitsperspektive. Wir kritisieren, dass bestehende Sicherheitsverständnisse im Krisen- und Katastrophenfall ein selbsthilfefähiges Individuum voraussetzen, welches in starkem Kontrast zur Lebensrealität vieler Menschen in Care-Beziehungen steht. Wir führen diese Unsichtbarkeit, und damit die strukturelle Marginalisierung von Care-Beziehungen im Fall der Coronapandemie unter anderem darauf zurück, dass herkömmliche Perspektiven auf Gesundheitssicherheit nicht auf Fragen des Zusammenhangs von Care und sozialer Ordnungen eingehen.
TL;DR: Feministische Pazifismus und Antimilitarismus in der Friedens- und Konfliktforschung: Ein Überblick. Die Forschung konzentriert sich auf die Kritik an Militär und Gewalt anhand verschiedener Dimensionen.
Abstract: Während feministische Friedens-und Konfliktforscher*innen Militär, Gewalt und Krieg vielfach dezidiert kritisch analysieren (Sjoberg 2018; Günther/Hinterhuber/ Schmid 2020), positionieren sich relativ wenige feministische Forschungsbeiträge explizit antimilitaristisch oder pazifistisch. Im Folgenden möchte ich diejenigen Beiträge, die dies tun, untersuchen und die in ihnen enthaltene Kritik an Militär und bewaffneter Gewalt entlang von vier Dimensionen herausarbeiten: 1. der Reproduk-tion militarisierter Geschlechterhierarchien, 2. der Sanktionierung und des Unsicht-bar-Machens von Differenz, 3. der Vernachlässigung kontextueller Zusammenhänge von Gewalt sowie 4. der Marginalisierung nicht-gewaltsamer bzw. nicht-militäri-scher Ansätze der Konfliktbearbeitung. Die Untersuchung basiert auf einer Suche in der Datenbank scopus nach sozialwissenschaftlichen Publikationen zwischen Januar 2018 und Mai 2023
TL;DR: Reproduzierende Transitionen und transitionierende Reproduktionen sind die Fortpflanzung in Verbindung mit trans und medizinisch transitionierenden Menschen, die Fragen von Lebensentwürfen und Zugängen zu Ressourcen umfasst.
Abstract: Im Zusammenhang mit trans und insbesondere medizinisch transitionierenden Menschen wird deutlich, dass sich Reproduktion nicht nur auf Aspekte der Fortpflanzung bezieht, sondern ebenso Fragen von Lebensentwürfen und Zugängen zu Ressourcen umfasst, die staatlich reguliert und kontrolliert werden. Ausgehend von reproduktiven Rechten von trans Personen zielt dieser Aufsatz auf eine Theoretisierung von sozialen Machtverhältnissen im Kontext von Transfeindlichkeit und Cissexismen ab, um Reproduktion in ihrer transitionierenden Vielfältigkeit zu fassen. Ein marxistisch-feministischer Reproduktionsbegriff wird erweitert, um trans Realitäten theoretisch zu integrieren. Die theoretische Argumentation erfolgt entlang der Videoperformance „Pregnancy“ der trans Künstlerin of Color micha cárdenas, die Gatekeeping und erzwungene Handlungsmaßnahmen transitionierender Personen innerhalb kapitalistischer Gesundheitsversorgungen verdeutlicht. Es wird argumentiert, dass die Reproduktion von Transfeindlichkeiten und Cissexismen intrinsische Verschränkungen zu weiteren Ausschlüssen beinhaltet, die den Grundlagen kapitalistischer Gesellschaften innewohnen.
TL;DR: Commoning HIV/AIDS history in Pose through the lens of trans* politics and the act of inflation of a large condom-shaped balloon over a US-senator’s house in 1991.
Abstract: Among the many (hi-)stories referenced in the streaming series Pose is an infamous public protest by the AIDS Coalition to Unleash Power (ACT UP) where they inflated a large condom-shaped balloon over a US-senator’s house in 1991 to advocate against the stigmatization of people with HIV/AIDS. The bodies in action in Pose’s iteration in contrast to the ‘original’ are mostly not white. In light of a historicization of trans*- and queerness with its compulsory colonial and racist structuring, this text proposes commoning as a frame to interpret Pose. After elaborating on House-Ballroom Culture’s (the scene Pose is set in) ’disidentificatory’ (Muñoz) practices as commoning and ACT UP’s video activism as commons especially in relation to different/other temporalities, the text offers a close-reading of the episode featuring the protest. The text suggests this kind of commoning as forms of trans* politics that intervene into binary and linear notions of time, community and subjectivity.
TL;DR: Die Reform des Transsexuellenrechts in Deutschland steht in einem Stadium der Stagnation. Das geplantte Selbstbestimmungsgesetz sieht die Abschaffung des TSG vor und ermöglicht es transgeschlechtlichen Menschen, ihre Vornamen und Geschlechts-eintrag selbstbestimmt ändern lassen.
Abstract: Am 30. Juni 2022 stellten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium der Justiz Eckpunkte des geplanten Selbstbestimmungsgesetzes vor. Insgesamt sehen diese vor, dass transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und non-binäre Menschen ihre Vornamen und ihren Geschlechts-eintrag niederschwellig und selbstbestimmt ändern lassen können. Dieses Gesetz soll u.a. das 1980 verabschiedete „Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen (Transsexuellenge-setz – TSG)“ ablösen, welches an eine Vornamens-und erst recht an eine Personen-standsänderung zunächst hohe Anforderungen stellte, und dessen Gewähren bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch von rechtlichen und medizinischen Instanzen abhängt. Zwischen den zuvor genannten Ereignissen liegen Jahrzehnte transpolitischen Rin-gens um eine verfassungskonforme Regelung, rechtlich im erlebten Geschlecht an-erkannt zu werden und wiederholte lange Phasen regierungspolitischer Stagnation. In diesem Beitrag geht es um die Frage, welche wechselseitigen Effekte die Inter-aktionen zwischen
TL;DR: Die mediale Inszenierte Identitätspolitische Diskurs um das Selbstbestimmungsgesetz konzentriert sich hauptsächlich auf die Verknüpfung von Geschlecht mit körperlichen Markern.
Abstract: Der Beitrag behandelt die gesetzliche Neuordnung des deutschen Personenstandwechsels und damit verbundene mediale Diskurse um das Geschlechterwissen. Ausgehend von dem geplanten Selbstbestimmungsgesetz werden im medialen Diskurs vor allem identitätspolitische Stimmen aus cisfeministischer und schwul-lesbischer Positionierung präsent, die sich für ein biologistisches Geschlechterwissen einsetzen, das Geschlecht als binär und unveränderlich an körperlichen Markern feststellbar versteht. Die aus dem medialen Diskurs hervorgehenden Desinformationskampagnen erzeugen ein transnegatives Klima und eine moralische Panik. Der Critical Cisness Ansatz soll abschließend unterstützen, die transnegativen Inhalte und dadurch erzeugte Ängste kritisch zu reflektieren.