TL;DR: A critical literature review of the anatomy, biomechanics, and surgical interventions pertaining to the patellofemoral joint is provided.
Abstract: ZusammenfassungHintergrundDas Patellofemoralgelenk ist das einzige der drei Gelenke des Knies, das neben einer wichtigen funktionellen Komponente auch eine ästhetische Funktion mit seiner prominenten Kniescheibe übernimmt. Betrachtet man die physiologische patellofemorale Kinematik, verlässt die Patella ihr anatomisch vorgegebenes knöchernes Gleitlager (Trochlea femoris) in Kniestreckung und muss sich fast vollständig auf ihre Weichteilstabilisation verlassen. In zunehmender Beugung zieht der M. quadriceps, der die Patella mit seinem Reserve-Streckapparat umhüllt, diese nach dorsal in das femorale Gleitlager und bewirkt somit eine zusätzliche Stabilisierung. Diese physiologische Kinematik kann jedoch durch eine kleine Veränderung der Gelenkgeometrie, der statischen und dynamischen Weichteilstabilisatoren oder der Achsstellung der unteren Extremität ins Ungleichgewicht gebracht werden und somit patellofemorale Schmerzen und Instabilitäten auslösen.ZielZiel dieser Arbeit ist es, eine kritische Erörterung von Anatomie, Biomechanik und chirurgischen Interventionen zu erarbeiten.Material und MethodenDie Untersuchung erfolgt auf Grundlage einer selektiven Literaturrecherche sowie eigener anatomischer und biomechanischer Beobachtungen.ErgebnissePatellofemorale Schmerzen und Instabilitäten sind multifaktoriell und können von Pathologien der Gelenkgeometrie, der aktiven und passiven Weichteilhemmung sowie der Achsstellung der unteren Extremität ausgehen.SchlussfolgerungDiese biomechanische Betrachtung des Patellofemoralgelenks soll als Grundlage zur korrekten Indikationsstellung zur chirurgischen Intervention am Patellofemoralgelenk dienen.AbstractBackgroundIn addition to its important functional purpose, the patellofemoral joint is the only one of the three knee joints that also has an aesthetic purpose. Regarding physiological kinematics, at low flexion angles the patella does not normally engage with the trochlea. In this position, the static and dynamic soft tissue restraints become more important in terms of patella stabilization. As the knee is further flexed, the quadriceps muscle increasingly pulls the patella dorsally into the trochlea groove and prevents it from dislocation. However, dysfunctions of articular geometry, of the static and dynamic soft tissue restraints, or limb alignment may turn this stable condition into an unstable state, thus causing patellofemoral pain and patella instability.AimThe aim of the current paper is to provide a critical literature review of the anatomy, biomechanics, and surgical interventions pertaining to the patellofemoral joint.Materials and methodsThis overview article is based on a selective search of the patellofemoral literature and also includes the authors’ own anatomical and biomechanical observations.ResultsPatellofemoral pain and instability are multifactorial, and can result from pathologies of articular geometry, of the passive and dynamic soft-tissue restraints, and lower limb alignment.ConclusionThis biomechanical review of the patellofemoral joint should help to determine the correct indications for patellofemoral joint surgery.
TL;DR: In this article, ein Uberblick uber die verschiedenen Bandlasionen am Sprunggelenk and deren Therapie gegeben.
Abstract: Akute Distorsionen des Sprunggelenks gehoren zu den haufigsten Sportverletzungen des Menschen. Die Inzidenz wird auf eine Verletzung pro 10.000 Personen pro Tag geschatzt. In diesem Beitrag wird ein Uberblick uber die verschiedenen Bandlasionen am Sprunggelenk und deren Therapie gegeben. Es wurde eine selektive Literaturrecherche durchgefuhrt. Auch Daten aus der eigenen Erfahrungspraxis der Autoren wurden mit einbezogen. Die Diagnosestellung erfolgte durch Anamnese, klinische Untersuchung sowie Rontgenbefunde. Eine Woche nach Abschwellung des Gelenks sollte immer eine Nachuntersuchung erfolgen, um eine differenzierte Diagnose und damit eine adaquate Therapie zu ermoglichen. Sowohl aus der Kenntnis des Unfallhergangs und des Verletzungsmechanismus als auch aus genauer Untersuchung und bildgebender Diagnostik lassen sich die Art der Bandverletzung, der Schweregrad und mogliche Begleitverletzungen feststellen. In der Mehrzahl der Verletzungen kann die Therapie konservativ-fruhfunktionell gefuhrt werden, unter Protektion durch semirigide Orthesen. Die Notwendigkeit operativer Eingriffe ergibt sich nur in speziellen Fallen schwerer Begleitverletzungen. Die Arthroskopie kann bei Verdacht auf osteochondrale Lasionen und Syndesmosenverletzungen zu Diagnostik und Therapie beitragen.
TL;DR: Despite continuous improvements in surgical cartilage repair techniques, postoperative results seem to be less favourable for patellar cartilage defects than for other knee joint locations.
Abstract: Isolierte Knorpelschaden des Patellofemoralgelenks fuhren haufig zu einer schmerzhaften Funktionseinschrankung des Kniegelenks und stellen einen Risikofaktor fur eine fortschreitende Gelenkdegeneration dar. Trotz stetiger Weiterentwicklung der chirurgischen Techniken zur Knorpelregeneration, scheinen die postoperativen Ergebnisse gerade an der Patella im Vergleich zu anderen Lokalisationen ungunstiger. Dies konnte dadurch bedingt sein, dass mogliche Begleitpathologien bislang zu wenig berucksichtigt und in das Therapiekonzept einbezogen wurden. Der operative Algorithmus fur patellofemorale Knorpelschaden unterscheidet sich prinzipiell nicht von anderen Lokalisationen im Kniegelenk. Zu den am haufigsten verwendeten Techniken der regenerativen Knorpeltherapie gehoren knochenmarkstimulierende Therapien (z. B. arthroskopische Mikrofrakturierung) und die autologe Chondrozytentransplantation fur reine Knorpeldefekte sowie in selteneren Fallen die autologe osteochondrale Transplantation fur osteochondrale Lasionen. Die Behandlung von Knorpelschaden an der Patella stellt zum Teil hohe chirurgische Anspruche, sodass oft eine individuelle Technik in Abhangigkeit von Grose und Lokalisation des Defekts sowie von moglichen Begleiteingriffen gewahlt werden muss. Retropatellare Knorpelschaden sind zu 90 % mit Begleitpathologien assoziiert, wie beispielsweise einer Trochleadysplasie, einem Patellahochstand oder anderen geometrischen Anomalien des Patellofemoralgelenks. Daher sind Kombinationseingriffe aus knorpelchirurgischen Verfahren und Korrekturen des patellofemoralen Alignments von groser Bedeutung. Neuere Studien zeigen, dass solche kombinatorischen Ansatze der isolierten Knorpeltherapie bezogen auf die klinischen Ergebnisse uberlegen sind. Kombinatorische Ansatze erscheinen damit geeignet die im Vergleich zu anderen Lokalisationen ungunstigere Prognose zu verbessern.
TL;DR: In this article, the patellofemoralen ligaments (MPFL) are reinserted in femoralen Knorpels and a femorale Transplantatinsertion is performed.
Abstract: Mit zunehmender Verbreitung der Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Ligaments (MPFL) zur Behandlung der patellofemoralen Instabilitat steigt auch die Anzahl der Revisionsoperationen. Aufgrund der Komplexitat der Pathologie und mit zunehmendem Wissen uber die Biomechanik des patellofemoralen Gelenks zeigt sich, dass die Hauptfehlerquellen nach fehlgeschlagener MPFL-Rekonstruktion die Indikationsstellung und operationstechnische Fehler sind. Ziel des Artikels ist, Fehler in der Indikationsstellung sowie intraoperative Fehlerquellen exemplarisch darzustellen und Losungsmoglichkeiten aufzuzeigen. In diesem Beitrag soll diese Thematik aufgegriffen und auf Basis der Literatur und eigenen Beobachtungen diskutiert werden. Im Rahmen der Indikationsstellung wird haufig die zugrunde liegende Pathologie nicht adaquat analysiert und somit auch nicht adressiert. So kann sich bei Problemen nach MPFL-Rekonstruktion haufig das Vorliegen einer nicht adressierten hohergradigen Trochleadysplasie oder ausgepragten knochernen Valgus- und Rotationsdeformitat zeigen. Im Vordergrund stehen jedoch technische Operationsfehler, insbesondere die zu weit proximale bzw. ventrale femorale Transplantatverankerung. Dies kann zu einer vermehrten Druckbelastung des patellofemoralen Knorpels und somit zu einer progredienten Schadigung mit Arthroseentwicklung fuhren. Die MPFL-Rekonstruktion ist eine effektive Methode zur Behandlung der patellofemoralen Instabilitat. Nach fehlgeschlagener MPFL-Rekonstruktion ist die Indikationsstellung und somit die zugrundeliegende Pathologie genau zu analysieren. Signifikante Kopathologien sollten zusatzlich adressiert werden (u. a. Trochleaplastik, Valgus- und Rotationskorrektur). Bei operationstechnischen Fehlern sind individuelle Losungsstrategien, wie z. B. partielles Release, MPFL-Reinsertion, MPFL-Revisionsersatz u. a. erforderlich. Die femorale Transplantatinsertion sollte grundsatzlich intraoperativ rontgenologisch kontrolliert werden (Bildwandler). Samtliche Masnahmen sollten darauf abzielen, die physiologische Anatomie wiederherzustellen und die patellofemorale Druckbelastung zu minimieren.
TL;DR: Entities such as patella instability, patellA maltracking and loss of patellar tracking should thus be differentiated, to create an individualised treatment algorithm adapted to the patient's pathology, if underlying pathologies are respected.
Abstract: ZusammenfassungFür die Behandlung der Patellaluxation wurden in der Vergangenheit multiple Behandlungskonzepte beschrieben. Beim undifferenzierten operativen Vorgehen kommt es zu hohen Reluxationsraten. Durch Berücksichtigung der entsprechenden Pathologien können die Reluxationsraten deutlich reduziert und das klinische Outcome verbessert werden. Der Therapiealgorithmus sollte deshalb die Entitäten Patellainstabilität, Patellamaltracking und Verlust des Patellatrackings unterscheiden, um ein individuelles, der Pathologie angepasstes Therapieregime einleiten zu können. In der vorliegenden Arbeit wird speziell auf Achsen- und Torsionsdeformitäten als Ursachen für das Patellamaltracking eingegangen. Dabei spielen jeweils das Genu valgum, die Innentorsionsdeformität des Femurs bzw. die Außentorsionsdeformität der Tibia eine wichtige Rolle. Neben einem Literaturüberblick über Achsenabweichungen und Torsionsdeformitäten als Ursache für das Patellamaltracking wird auch das Krankheitsbild des „inwardly pointing knee“ dargestellt und mit Fallbeispielen untermauert. Bei entsprechender Indikationsstellung und technisch korrekter Ausführung der spezifischen Osteotomien zur Wiederherstellung physiologischer Achsen- und Torsionsverhältnisse werden in der Literatur gute Ergebnisse mit niedrigen Komplikationsraten präsentiert.AbstractMultiple treatment concepts for patella dislocations have been described in the past. Redislocation rates are high if undifferentiated therapies are applied. Redislocation rates can be significantly reduced and clinical outcome improved, if underlying pathologies are respected. Entities such as patella instability, patella maltracking and loss of patellar tracking should thus be differentiated, to create an individualised treatment algorithm adapted to the patient’s pathology. The current review focuses on angular and torsional deformities of the leg as causes of patella maltracking. In this context, genu valgum, internal torsion of the femur and external torsion of the tibia are important pathologies. Besides an overview of the current literature on pathological knee base lines as causes of patellar maltracking, the clinical entity „inwardly pointing knee“ is also presented and discussed on the basis of case examples. Without exception among reports in the literature, when used to treat the corresponding indication, correct technical application of the specific osteotomy to regain physiological angular and torsional conditions achieves good and excellent clinical results.
TL;DR: A dynamic analysis of the ankle joint can be done with the arthroscope to determine the type and localization of the ligament injury (lateral, medial, or combined) and, if necessary, to identify additional pathologies to be treated.
Abstract: Fur den Sprunggelenksarthroskopeur ist nicht nur die Kenntnis der makroskopischen Anatomie des Sprunggelenks essenziell. Er muss ebenfalls die arthroskopische Anatomie beherrschen und einen standardisierten Sprunggelenksrundgang mit dem Arthroskop durchfuhren. Dabei werden die wesentlichen anatomischen Strukturen im anterioren sowie posterioren Gelenkkompartiment inspiziert und auf pathologische Befunde hin untersucht.
TL;DR: In this paper, a chronischen Sprunggelenksinstabilitat dient zunachst der Verbesserung der Beweglichkeit, der motorischen Steuerung and der Propriozeption.
Abstract: Lasionen der Sprunggelenksbander zahlen zu den haufigsten Verletzungen des Bewegungsapparats. Ausgehend von einer Ruptur kann sich in 20–30 % der Falle eine chronische funktionelle und/oder mechanische Sprunggelenksinstabilitat entwickeln. Neben subjektiver Instabilitat fuhrt v. a. ein typischer Belastungsschmerz zur sportlichen und beruflichen Einschrankung. Die Therapie der chronischen Sprunggelenksinstabilitat dient zunachst der Verbesserung der Beweglichkeit, der motorischen Steuerung und der Propriozeption. Bei frustranem konservativem Therapieversuch sind chirurgische Masnahmen indiziert. Die Arthroskopie sollte rekonstruktiven Operationsverfahren vorangestellt werden, um etwaige Begleitverletzungen genau zu diagnostizieren und direkt therapieren zu konnen. Die Stabilisierungstechniken umfassen die Rekonstruktionen des lateralen und medialen Bandapparats und versuchen, den verletzten Kapselbandapparat uber Ankertechniken, transossare Ausziehnahte oder Sehnentransplantate wiederherzustellen.
TL;DR: Clinical experiences with performing more than 250 trochleoplasties show that patellofemoral stability and the subjective outcome in particular can be improved.
Abstract: Die Trochleadysplasie ist die am haufigsten gefundene Pathologie bei Patienten mit patellofemoraler Instabilitat (PFI). Seit fast 30 Jahren findet die Trochleaplastik als mogliche operative Variante zur patellofemoralen Stabilisation Anwendung. Die genaue Diagnostik der PFI muss multifaktoriell betrachtet und klinisch sowie radiologisch durchgefuhrt werden. Bei rezidivierender Instabilitat und bei Status nach erfolglosen Voroperationen kann die Indikation zur Trochleaplastik gestellt werden. Ziel ist eine moglichst anatomische Rekonstruktion der dysplastischen Verhaltnisse. Hierzu wird eine elastisch belassene osteochondrale Trochleaschuppe abgehoben und die knocherne Kontur des anterioren Femur konkav modelliert. Anschliesend kann die Schuppe zentral in die neu geformte Vertiefung mit einer Osteosutur fixiert werden. Unsere klinischen Erfahrungswerte von uber 250 durchgefuhrten Trochleaplastiken zeigen, dass eine deutliche Verbesserung der patellofemoralen Stabilitat und der subjektiven Outcomes erreicht werden kann. Dies wird von mehreren externen Studien, welche die gleiche Operationsmethode angewendet haben, bestatigt. Die Trochleaplastik beeinflusst neben der Verbesserung des lateralen Trochleainklinationswinkels das Containment und indirekt auch den patellofemoralen Druck sowie der Tibial-tuberosity-trochlear-groove(TT-TG)-Abstand positiv. Diese Methode der Trochleaplastik ist eine nachweislich sehr gute Losung bei PFI, muss aber sowohl bei der Indikationsstellung als auch bei der chirurgischen Durchfuhrung als aufwandig und anspruchsvoll betrachtet werden.
TL;DR: In this article, the Lig. talocalcaneare interosseum, Syndesmose, des Deltabandes, and the Moglichkeiten der Rekonstruktion are discussed.
Abstract: Komplexe Sprunggelenksinstabilitaten betreffen nicht nur den Ausenknochelbandapparat, sondern auch andere wichtige ligamentare Strukturen des Fuses. Die Bedeutung der Syndesmose, des Lig. talocalcaneare interosseum sowie auch des Deltabandes wird dargelegt und insbesondere die Moglichkeiten der Rekonstruktion aufgezeigt. Besonders wird auf die Ersatzplastik fur das Lig. talocalcaneare interosseum und die Bedeutung der kombinierten anteromedialen und anterolateralen Instabilitaten am OSG hingewiesen.
TL;DR: It still seems impossible to fully restore knee kinematics following ACL injury with current surgical reconstruction techniques, and long-term success of ACL reconstruction with respect to the prevention of knee osteoarthrosis could not be documented.
Abstract: Einleitung
Die Ruptur des vorderen Kreuzbands (VKB) ist eine der haufigsten Knieverletzungen. Die daraus resultierende Instabilitat stellt einen wesentlichen Risikofaktor fur die Entwicklung einer Gonarthrose dar.
TL;DR: Almost 90 % of first time shoulder dislocations are associated with other injuries involving the glenohumeral joint complex, and it is imperative that X-ray imaging is performed before and after repositioning in at least two planes.
Abstract: ZusammenfassungHintergrundBegleitverletzungen können in bis zu 90 % der Fälle nach erstmaliger Schulterluxation auftreten. Auch wenn sie nicht immer einen Einfluss auf die Therapiewahl haben, so ist eine sorgfältige Diagnostik entscheidend.EinteilungIn der Akutsituation ist eine konventionelle Bildgebung in mindestens 2 Ebenen (a.-p./Neer/evtl. axial) vor und nach Reposition zwingend. Luxationsfrakturen dürfen nicht übersehen bzw. durch das Manöver der geschlossenen Reposition sekundär disloziert werden. Bestehen ossäre glenoidale, humerale oder kombinierte Verletzungen, sollten sie gemäß Stabilitätskriterien versorgt werden. Dies kann umgehend, nach manifester Dezentrierung oder Instabilität entweder mittels Osteosythese oder als glenohumerale Stabilisation im Verlauf erfolgen. Bei einer Instabilität ist prinzipiell zur Bilanzierung einer ossären Ursache das Arthro-CT die Untersuchung der Wahl, welche auch eine Beurteilung der kapsulolabroligamentären Verletzung sowie einer traumatischen Rotatorenmanschettenläsion ermöglicht. Letztere ist jedoch besser mittels Arthro-MRT zu beurteilen.DiskussionEine signifikante frische, meist größere oder massive, Rotatorenmanschettenläsion sollte rasch operativ angegangen werden. Medial reichende „off the track“ Hill-Sachs-Läsionen können mittels einer Hill-Sachs-Remplissage oder, wie auch glenoidale Defekte, mittels einer Kochenaugmentation versorgt werden. Langzeitresultate des Latarjet-Verfahrens zeigen 25 Jahre nach dem Eingriff die niedrigste Reluxationsrate < 4 %, eine gute Außenrotation, eine sehr hohe Patientenzufriedenheit und degenerative Veränderungen, welche vergleichbar mit der natürlichen Entwicklung nach erstmaliger Schulterluxation ohne Rezidiv sind.AbstractBackgroundAlmost 90 % of first time shoulder dislocations are associated with other injuries involving the glenohumeral joint complex. It is important to make an accurate diagnosis even if this does not always influence the choice of an appropriate therapy.ContentIn the acute setting it is imperative that X-ray imaging is performed before and after repositioning in at least two planes, i.e. anteroposterior (AP), Neer and if possible axial views. Fracture dislocations must not be overlooked as repositioning maneuvers can lead to secondary displacement or complete displacement of a fracture. If there is any evidence of an unstable glenoid fracture, humeral fracture or combined osseous lesions, they should be immediately treated with open reduction and internal fixation. Patients with an incongruent glenohumeral articulation or who suffer from recurrent instability require a surgical intervention. In recurrent shoulder instability with evidence of osseous lesions arthrography computed tomography (arthro-CT) is the most valuable investigation. Injuries to the capsulolabral complex and rotator cuff can be diagnosed with this modality but arthrography magnetic resonance imaging (arthro-MRI) can provide greater details with respect to rotator cuff lesions.DiscussionAcute large or massive rotator cuff lesions require semi-urgent repair. Off-track Hill-Sachs lesions with medial extension should be addressed with a remplissage or bone grafting. The long-term results of a Latarjet procedure at 25-year follow-up showed a very low redislocation rate (< 4 %), good external rotation, very high patient satisfaction and a rate of degenerative changes comparable with the natural development of first time shoulder dislocations without recurrent instability.
TL;DR: In young and active patients with low grade arthritis a combination of CL surgery and high tibial osteotomy can be effective and a long leg X-ray should be integrated into the diagnostic algorithm of these patients.
Abstract: Einleitung
Patienten mit Verlust des vorderen Kreuzbands (VKB) weisen haufig eine Varusfehlstellung auf und entwickeln rasch eine symptomatische Varusgonarthrose. Eine Osteotomie sollte in das Behandlungskonzept einbezogen werden. Bei fehlgeschlagenen Ersatzplastiken des VKB sollte die Kippung des Tibiakopfes (Slope) gemessen werden. Ein erhohter Slope stellt einen wesentlichen Risikofaktor fur eine Schadigung des VKB dar und kann durch eine extendierende Osteotomie behandelt werden.
TL;DR: This overview article presents a proven physical examination pathway of the ankle joint and explains it step by step from taking the case history to inspection and palpation, testing of motion and strength, and testing of joint stability up to specific function tests.
Abstract: Die klinische Untersuchung spielt noch immer eine wichtige Rolle bei der Diagnostik von akuten Verletzungen und chronischen Beschwerden des Sprunggelenks. Durch eine ausfuhrliche Anamneseerhebung sowie einen strukturierten Untersuchungsablauf, der bei Bedarf durch spezifische Tests erganzt wird, kann eine reproduzierbare Untersuchungsqualitat gewahrleistet werden. Ein bewahrter klinischer Untersuchungsablauf des Sprunggelenks wird vorgestellt und von der Anamnese uber die Inspektion und Palpation, die Prufung von Beweglichkeit und Kraft, die Stabilitatsprufung bis zu spezifischen Funktionstests beleuchtet.
TL;DR: This review article is to highlight the current topic of posterior shoulder instability and increase awareness concerning the diagnostics and therapy of posterior instability in young people participating in sport activities.
Abstract: Schulterinstabilitaten betreffen ungefahr 2 % der Allgemeinbevolkerung. Unter den am haufigsten betroffenen Menschen finden sich oft junge, sportlich aktive Menschen. Vor allem Uberkopfsportarten wie Tennis, Gewichtheben, Volleyball oder Wurfsportarten pradisponieren fur die Entwicklung einer dorsalen Instabilitat. Manner sind 3-mal haufiger betroffen als Frauen. Diese Ubersichtsarbeit richtet den Fokus auf die Diagnosestellung und Therapie der dorsalen Instabilitat. Mittels der Suchmaschine http://www.ncbi.nlm.nih.gov
wurden unter den Begriffen „shoulder“, „posterior“ und „instability“ Ubersichtsarbeiten und rezenten Studien uber die dorsale Instabilitat des Schultergelenks ermittelt. Mit einer Pravalenz von 2–10 % aller Schulterinstabilitaten wird die posteriore Schulterinstabilitat oft ubersehen und aus diesem Grund falsch behandelt. In der letzten Zeit wird sie jedoch in der Literatur haufiger beschrieben, mit steigender Pravalenz. Die Ursache sind meist nicht erinnerliche Mikrotraumata. Haufig steht der Schmerz bei bestimmten Bewegungen im Vordergrund, die Instabilitat wird nur als sekundares Symptom wahrgenommen. Bei geringen oder fehlenden knochernen Defekten bietet die arthroskopische posteriore Labrumrefixation exzellente Ergebnisse. Fur knocherne Operationen ist v. a. das Defektausmas der reversen Hill-Sachs-Lasion von Bedeutung.
TL;DR: Modern cross sectional imaging modalities have improved the diagnostic work-up of chronic ankle instability with respect to reliability, diagnostic differentiation and patient comfort.
Abstract: Die moderne Schnittbilddiagnostik hat die Diagnostik des instabilen Sprunggelenks zuverlassiger, schonender und differenzierter gemacht Hierbei ist die Sonografie fur den Kliniker unverzichtbar, wobei moderne High-resolution-Sonografiesysteme mehr Beachtung finden sollten Die Magnetresonanztomographie kann einen vollstandigen Status der Gelenkstrukturen liefern Durch neue 3D-Spin-Echo-Sequenzen ist eine hohe Kontrastauflosung bei isometrischer raumlicher Auflosung moglich Lediglich fur die hochauflosende Diagnostik des Knochens, die Bestimmung der Mineralisation und die Arthrographie ist die Computertomographie (CT) als kongruentes Verfahren wichtig Die CT-Fluoroskopie erleichtert und sichert die Gelenkpunktion Die Strahlendosis kann auf 90 % Gleiches gilt fur die Sehnen, die bei chronischer Instabilitat die „2 Verteidigungslinie“ des Halteapparats bilden
TL;DR: The cyclops syndrome is present as a persistent and painful lack of extension at the knee joint, described as a secondary complication after reconstruction of the anterior cruciate ligament (ACL) and described as an arthrofibrotic pathology.
Abstract: Einleitung
Das Zyklopssyndrom (nodulare Narbenformation) ist eine Form der lokalisierten oder sekundaren Arthrofibrose und als eine Komplikation nach Ersatz des vorderen Kreuzbands (VKB) beschrieben. Mogliche Ursachen und Risikofaktoren einer solchen Gewebeformation sind der Operationszeitpunkt im Verhaltnis zum Trauma der Bandruptur, ein erhohter peri- oder postoperativer Schmerz und zu intensive, schmerzhafte Rehabilitation. Klinisch ausert sich das Zyklopssyndrom als persistierendes und schmerzhaftes Streckdefizit am Kniegelenk.
TL;DR: Based on the literature patellofemoral arthroplasty can be classified as a useful procedure for appropriate patients and joint survival times can be expected similar to those reported for unicondylar knee arthroPLasty.
Abstract: Ahnlich wie bei der isolierten Arthrose eines der beiden tibiofemoralen Kompartments, liegt auch bei der isolierten Arthrose des Patellofemoralgelenks ein Knieteilersatz nahe. Durch eine Patellofemoralprothese konnen Knochenstock und Kreuzbander erhalten werden. Es soll geklart werden, inwieweit die Vorteile bzw. das Konzept der Patellofemoralprothese in der vorhandenen Literatur belegt werden konnen. Daruber hinaus sollen Indikationen bzw. Kontraindikationen geklart werden. Durch erganzende Fallbeispiele wird der Einsatz von Kombinationseingriffen demonstriert. Eine systematische Literaturanalyse in Pubmed wurde durchgefuhrt. Die Ergebnisse werden dem Leser unter Bezugnahme auf das Evidenzlevel dargelegt. Einige Patellofemoralprothesen wurden bereits als obsolet definiert. Wenn diese aus der Analyse exkludiert werden, finden sich Standzeiten, die ungefahr jenen der unikondylaren Prothetik entsprechen. Dies demonstrieren Fallserien mit Follow-up-Perioden von 10 Jahren sowie Registerdaten. Gelegentlich muss jedoch mit Zusatzeingriffen zur Stabilisation der Patella gerechnet werden. Auf Basis der Evidenz gilt die Patellofemoralprothetik bei praziser Indikationsstellung als sinnvolle Operation.
TL;DR: The main task of the anterior cruciate ligament is to stabilize against anterior tibial translation (ATT) as well as the preservation of rotational stability, and the posterolateral fibers are responsible for rotation stabilization in near extension.
Abstract: Hintergrund
Das vordere Kreuzband (VKB) hat einen grosen Einfluss auf die Gelenkkinematik. Insbesondere der komplexe Aufbau des VKB ermoglicht die funktionelle Stabilisierung des Kniegelenks.
TL;DR: In this paper, aneurysmatische Knochenzemente and Chondroblastome were beobachtet, in manchen Fällen auch Lipome, Pseudozysten and hämophile Zysten.
Abstract: Tumorartige Läsionen des Kalkaneus sind selten [1, 4, 7]. Am häufigsten werden einfache Knochenzysten, aneurysmatische Knochenzysten und Chondroblastome beobachtet [2], in manchen Fällen auch Lipome, Pseudozysten und hämophile Zysten [5]. Einfache Kalkaneuszysten sind oft im Bereich des Pauwels-Dreiecks lokalisiert (. Abb. 1). Hierbei handelt es sich um eine trabekelarme Zone immittleren Drittel [8]. Die klinische Relevanz dieser Zysten wird kontrovers diskutiert [7]. Meist werden sie zufällig entdeckt. Selbst bei großen zystischen Läsionen kommt es nicht immer zu pathologischen Frakturen. In einer Serie von 52 einfachen Kalkaneuszysten waren 42 Zysten asymptomatisch [5]. In 4 Fällen kam es zu einer pathologischenFraktur[5].Beidenmeisten asymptomatischen Zysten ist daher eine abwartendeHaltungmitAufklärung undBobachtungangezeigt.AbeinerGröße von 100% des Querschnitts in der Koronarebene und mindestens 30% in der Sagittalebene soll das Frakturrisiko zunehmen ([6];. Abb. 1).Daherwird bei großen symptomatischen Kalkaneuszysten eine operative Intervention empfohlen [6]. Liegt noch keine Fraktur vor, sollte die Zyste kürettiert und mit autologem Knochen oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden [3, 6]. Obwohl in der Literatur erfolgreich beschrieben, sollten gerade bei jungen Patienten bei derAuffüllungkeinenichtresorbierbaren Knochenzemente zum Einsatz kommen. Im Folgenden wird eine endoskopisch-gestützte Technik zur Kürettage und Auffüllung einfacher Kalkaneuszysten vorgestellt. Abb. 18 aSeitlichesRöntgenbild: symptomatischeKalkaneuszystebeieiner26-jährigenFrau.bMRT: Die dünne Zystenwand ist erkennbar
TL;DR: Examination by single photon-emission computed tomography-computed tomography (SPECT-CT) showed localized bone tracer uptake of the os trigonum and led to direct relief of the symptoms.
Abstract: In diesem Beitrag wird uber den Fall einer 38-jahrigen Patienten berichet, welche nach einem Supinationstrauma des oberen Sprunggelenks uber persistierende belastungsabhangige sowie sich bei Plantarflexion verstarkende Schmerzen im Bereich des Ruckfuses klagte. In der durchgefuhrten SPECT-CE-Untersuchung zeigte sich eine umschriebene Knochen-Tracer-Aufnahme im Bereich des Os trigonum. Bei klinisch und szintigraphischem Verdacht auf ein traumatisiertes Os trigonum erfolgte dessen arthroskopische Resektion. Die Patientin war im Anschluss rasch beschwerdefrei. Die SPECT-CT ist bei Patienten mit unklaren Ruckfusschmerzen ein hilfreiches Instrument, um die Diagnose eines traumatisierten Os trigonum zu sichern.
TL;DR: Conventional x-ray imaging remains the main diagnostic tool for treatment of shoulder dislocations; however, assessment of the osseous integrity of the glenoid cavity can be problematic even with additional images, therefore, a computed tomography (CT) scan of the shoulder joint is recommended even after first time dislocation.
Abstract: ZusammenfassungHintergrundDie knöcherne Läsion des Glenoids nach vorderer Schulterluxation ist eine häufige Begleitpathologie. Eine Inzidenz von 41 % nach Erstluxation bis 90 % bei rezidivierender Luxation wurde beschrieben. Untersuchungen der Ursache unzufriedenstellender Ergebnisse nach Bankart-Operationen mit alleiniger Weichteilstabilisierung haben gezeigt, dass in den meisten Fällen eine relevante knöcherne Läsion außer Acht gelassen wurde.DiagnostikDas konventionelle Röntgen hat weiterhin seinen diagnostischen Stellenwert im Rahmen der Behandlung von Schulterluxationen. Gerade die Beurteilung der knöchernen Integrität des Glenoids kann jedoch selbst auf Zielaufnahmen schwierig sein. Daher ist die Durchführung einer Computertomographie (CT) auch schon nach Erstluxation empfehlenswert.TherapieWird eine knöcherne Läsion des Glenoids rechtzeitig erkannt, so ist je nach Fragmentgröße dessen Refixation durch Fadenanker oder Schraubenosteosynthese indiziert, wodurch eine anatomische Rekonstruktion und damit ein stabiles Schultergelenk erreicht werden kann. Bei chronischer Defektsituation mit teilweise resorbiertem Fragment ist eine knöcherne Augmentation des Glenoids entweder durch Korakoidtransfer oder Beckenkammspan erforderlich, um eine andauernde Stabilität zu erreichen.SchlussfolgerungNach Luxation des Schultergelenks muss vor weiterer Therapieplanung die Beschaffenheit des Glenoids exakt beurteilt werden. Hierzu ist ein CT auch schon nach Erstluxation empfehlenswert. So kann ggf. frühzeitig eine Osteosynthese durchgeführt und eine spätere autologe Knochentransplantation zur Rekonstruktion eines chronischen Defekts durch Korakoidtransfer oder Beckenkammspan vermieden werden.AbstractBackgroundOsseous lesions of the glenoid cavity after anterior dislocation of the shoulder joint are a common accompanying pathology. The incidence ranges from 41 % after first time dislocations to 90 % with recurrent dislocations. Investigations searching for possible reasons for unsatisfactory results of Bankart operations with soft tissue stabilization alone have shown that in most cases such osseous lesions had not been taken into account when planning the individual surgical procedures.DiagnosisConventional x-ray imaging remains the main diagnostic tool for treatment of shoulder dislocations; however, assessment of the osseous integrity of the glenoid cavity can be problematic even with additional images. Therefore, a computed tomography (CT) scan of the shoulder joint is recommended even after first time dislocations.TherapyIf an osseous lesion of the glenoid cavity is diagnosed in time, refixation either by suture anchors or screws is indicated depending on the fragment size. This allows anatomical reconstruction of the glenoid cavity and most likely results in a stable shoulder joint. With chronic defects of the glenoid cavity and partially resorbed osseous fragments, bony augmentation either by coracoid transfer or a transplant from the iliac crest is required to achieve permanent stability.ConclusionExact assessment of the osseous condition of the glenoid cavity is crucial for planning further therapeutic steps. In this respect a CT scan is recommended even after first time dislocation. Thus, early refixation of such fragments can avoid the possible necessity of autologous bone augmentation either by coracoid transfer or iliac crest graft.
TL;DR: The TTO procedure is mostly used for optimization of the patellofemoral alignment and is primarily used in surgery for instability as a supplementary intervention and the cause of an increased tibial tubercle-trochlear groove (TT-TG) distance is decisive for assessing the indications.
Abstract: Das Patellofemoralgelenk (PFG) wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, u. a. von der Stellung der Tuberositas tibiae. Eine Instabilitat des PFG erfordert eine individuell auf den Patienten abgestimmte Therapie. Bei der Tuberositas-tibiae-Osteotomie (TTO) handelt es sich um einen Standardeingriff, fur den es klare Indikationen gibt. Fur die Diagnostik sind zunachst eine grundliche Anamnese sowie eine ausfuhrliche klinische Untersuchung erforderlich. Zur genauen Abklarung kommen verschiedene Bildgebungsverfahren, wie Rontgen, Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT), zum Einsatz. Die TTO findet hauptsachlich in der Optimierung des patellofemoralen Alignements Anwendung. In der Instabilitatschirurgie wird sie meist als erganzender Eingriff durchgefuhrt. Fur die Indikationsstellung ist die Ursache des erhohten TT-TG-Abstands (Distanz zwischen Tuberositas tibiae und Trochlearinne) ausschlaggebend. Die derzeit publizierten Grenzwerte sind dabei kritisch zu sehen. Eine kombinierte Messung mit alternativen Methoden, wie z. B. dem TT-PCL-Abstand (Distanz zwischen Tuberositas tibiae und hinterem Kreuzband), kann fur eine genaue Diagnosestellung hilfreich sein. Dieser Artikel gibt einen aktuellen Uberblick uber die Folgen einer TTO. Anamnese, klinische Untersuchung und Bildgebung werden in Bezug auf die Relevanz fur eine TTO diskutiert.
TL;DR: The surgical stabilization after traumatic first time dislocation in this patient collective showed better results than conservative therapy with respect to the frequency of recurrent dislocations, which represents the main risk factor for developing chronic anterior instability and failure of surgical treatment.
Abstract: Die akute ventrale Schulterluxation gehort zu den haufigsten Verletzungen der oberen Extremitat und betrifft meist junge und sportlich aktive Personen. Die optimale Therapie der Erstluxation hat groste Bedeutung um eine chronische Instabilitat mit rezidivierenden Luxationen zu vermeiden, die Alltags- aber auch Sportfunktion wiederherzustellen und schlussendlich die Entstehung einer Instabilitatsarthropathie zu verhindern. Die konsequente klinische und bildgebende Erstabklarung muss als Ziel haben, relevante strukturell-morphologische Verletzungen auszuschliesen und konstitutionelle Risikofaktoren fur wiederholte Luxationen zu erfassen. Eine prazise Diagnostik im Hinblick auf knocherne Defekte am ventralen Glenoidrand und posterosuperioren Humeruskopf steht beim jugendlichen Patienten im Zentrum. Die chirurgische Stabilisierung nach traumatischer Erstluxation zeigt bei diesem Patientenkollektiv bezuglich Reluxationshaufigkeit bessere Resultate als die konservative Therapie. In der zweiten Lebenshalfte fokussiert die Abklarung von Erstluxationen zusatzlich auf Verletzungen der Rotatorenmanschette. Langzeitstudien zeigen, dass selbst einmalige Schulterluxationen mit einem erhohten Risiko fur Langzeitschaden im betroffenen Gelenk einhergehen.
TL;DR: A 17-year-old patient who suffered a fracture of the proximal epiphysis of the tibia combined with bony avulsion of the anterior cruciate ligament is presented.
Abstract: Wir berichten uber einen 17-jahrigen Patienten, der sich bei einem Verkehrsunfall eine Epiphysenverletzung (Salter-Harris IV) mit einer begleitenden ossaren Avulsion des vorderen Kreuzbands (VKB; Meyers-McKeever III) zuzog. Die arthroskopisch assistierte Versorgung der Epiphysenfraktur erfolgte mittels zweier kanulierter 7,3-mm-Schrauben unter Aussparung der Epiphysenfugen. Das VKB-Fragment wurde mittels FiberWire®-Fadencerclage transossar fixiert. Unter arthroskopischer Kontrolle war die stufenlose Reposition beider Verletzungen komplikationslos moglich. Der iatrogene Weichteilschaden war minimal.
TL;DR: The clinical scores showed excellent results 2 years after the reoperation and the computed tomography scan showed restoration of the glenoid cavity and complete healing of the graft.
Abstract: Wir berichten uber den Fall einer 25-jahrigen Patientin mit rezidivierenden Schulterluxationen. Nach arthroskopischer Kapselraffung und -refixation kam es nach einem beschwerdefreien Intervall zu einem Rezidiv aufgrund eines Glenoiddefekts, der mittels arthroskopischer J-Span-Implantation versorgt wurde. Zwei Jahre nach Reoperation zeigten die klinischen Scores exzellente Ergebnisse. In den radiologischen Kontrollen war eine regelrechte Anlagerung und knocherne Integration des Implantats nachweisbar, die Patientin war beschwerdefrei und konnte ihren bisher ausgeubten sportlichen Aktivitaten uneingeschrankt nachkommen.
TL;DR: In this article, the problem of return-to-play is addressed in a multifaktorieller Prozess, der neben Stabilitats-and Funktionsparametern auch die mentale Komponente beruckichtigen sollte.
Abstract: Sprunggelenksverletzungen, insbesondere das Supinations-/Inversionstrauma, sind gangige sowie oft wiederkehrende Sportverletzungen und setzen meist den Grundstein fur eine folgende Beschwerdekaskade. Die Betroffenen sind mit mannigfaltigen Problemen konfrontiert, die von leichten Schmerzen, Gangschwierigkeiten aufgrund anhaltenden Instabilitatsgefuhls bis zu langfristig arthrotischen Veranderungen reichen konnen. Eine optimale Nachbehandlung bildet einen wesentlich Grundpfeiler hinsichtlich einer suffizienten Rekonvaleszenz. In diesem Prozess stellt sich fur den Kliniker im Praxisalltag die Frage, ab wann der Patient wieder seinem Sport nachgehen darf. Fur die Folgebehandlung eines Distorsionstraumas gibt es unterschiedliche Therapieansatze und Methoden, die in der Literatur diskutiert werden. Es besteht Ubereinstimmung in einem moglichst fruhen Beginn von physiotherapeutischen Masnahmen sowie einem propriozeptiven Training. Die Entscheidung, die sportliche Aktivitat in vollem Ausmas wieder aufzunehmen, ist ein multifaktorieller Prozess, der neben Stabilitats- und Funktionsparametern auch die mentale Komponente berucksichtigen sollte. In der aktuellen Literatur wird diese Thematik zwar aufgegriffen, es findet sich derzeit jedoch kein Konsens uber Leitlinien, der die Entscheidungsfindung „return to play“ adressiert.